Die Berliner Polizei löste einen Großeinsatz aus

Großeinsatz der Berliner Polizei nach Geiselnahme

Samstag, 11. Juli 2026 | 05:22 Uhr

Von: APA/dpa

In einem Supermarkt im Süden Berlins hält ein Mann seit dem späten Freitagabend eine Frau als Geisel. Kurz nach 22.00 Uhr hatte der Täter die Frau in dem Rewe-Markt im Stadtteil Marienfelde in seine Gewalt gebracht und bedroht, wie Polizeisprecher Stefan Petersen-Schümann sagte. “Der Einsatz dauert an”, sagte er am Samstag gegen 4.30 Uhr. Der Supermarkt befindet sich in der Hildburghauser Straße, an der Ecke zum Tirschenreuther Ring.

“Wir haben Kontakt zu dem Geiselnehmer, zu dem Mann”, sagte Petersen-Schümann weiter. Es gebe Einsatzkräfte, die für solche Vorfälle entsprechend geschult seien, erklärte er. Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt.

Supermarkt großräumig abgesperrt

Der Supermarkt ist großräumig abgesperrt, wie ein Reporter berichtete. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) war vor dem Gebäude positioniert. Zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr waren am Tatort. Am frühen Morgen stellten die Beamten eine Leiter ans Gebäude und verschafften sich einen Blick in den Markt.

Hinter der Absperrung, mit Blick auf den Markt, harrten einige Angestellte des Supermarkts aus. Sie hatten dünne Stoffdecken umgelegt, die ihnen der Rettungsdienst bereitgestellt hatte. Sie dürften sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Geschäft befunden haben. In der Nacht waren die Straßen rund um den Tatort nahezu menschenleer. Nur vereinzelte Passanten waren unterwegs.

Marienfelde liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand der Hauptstadt, weit entfernt vom Berliner Stadtgeschehen. Es ist eine ruhige Wohngegend, geprägt von Einfamilienhäusern und mehrstöckigen Wohnbauten. In der Gegend befinden sich mehrere Schulen und Kindertagesstätten.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen