Bei Prävention schaut es schlecht aus

Gesundheitsranking in Italien: Südtirol überraschend weit hinten

Freitag, 10. Juli 2026 | 11:19 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Provinz Trient zählt weiterhin zu den Regionen mit der besten Gesundheitsversorgung Italiens. Südtirol hingegen landet im aktuellen Ranking des italienischen Gesundheitsministeriums nur auf Platz 17 und weist vor allem im Bereich der Prävention deutliche Schwächen auf.

Grundlage ist das neue Bewertungssystem für die sogenannten wesentlichen Gesundheitsleistungen (LEA), das die Qualität des Gesundheitswesens anhand von 88 Indikatoren für das Jahr 2024 bewertet. Dazu gehören unter anderem Impfquoten, Rettungszeiten, die Angemessenheit von Verschreibungen sowie die Qualität der Krankenhausversorgung.

An der Spitze des Rankings liegt Venetien vor der Emilia-Romagna und der Toskana. Das Trentino erreicht mit 271 Punkten den fünften Platz. Südtirol kommt dagegen lediglich auf 206 Punkte und rangiert auf Platz 17. Schlechter schneiden nur die Basilikata, Sizilien, Molise und Kalabrien ab.

Besonders kritisch ist die Situation im Bereich der Prävention: Südtirol gehört gemeinsam mit Sizilien zu den einzigen beiden Regionen beziehungsweise autonomen Provinzen, die in diesem Bereich die vom Ministerium vorgegebene Mindestbewertung nicht erreichen.

Insgesamt bescheinigt das Gesundheitsministerium dem italienischen Gesundheitssystem jedoch Fortschritte. Während im Vorjahr noch acht Regionen oder autonome Provinzen in mindestens einem Bereich unter den Mindeststandards lagen, sind es nun nur noch drei: Südtirol und Sizilien bei der Prävention sowie Kalabrien bei der territorialen Gesundheitsversorgung.

Bezirk: Bozen

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