Prozess muss neu aufgerollt werden

Kassationsgericht kippt Mordurteil gegen Quici

Samstag, 09. November 2019 | 08:44 Uhr

Bozen/Rom – Vergangenes Jahr ist Ester Quici aus Meran wegen Mordes an ihrem Lebensgefährten Alessandro Heuschreck zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Nun hat das Kassationsgericht in Rom das Urteil gekippt.

stnews/luk

Das Höchstgericht hat angeordnet, dass der Prozess neu aufgerollt werden muss. Bis dahin bleibt Quici laut Medienberichten auf freiem Fuß.

Bekanntlich war Alessandro Heuschreck im März 2015 in der Wohnung des Paares in der Freiheitsstraße in Bozen tot aufgefunden worden. Er ist nach mehreren Messerstichen verblutet. Seine Partnerin hatte stets bestritten, ihn getötet zu haben. Sie gab an, dass sich Heuschreck mit dem Messer selbst verletzt habe.

Ihre Verteidiger argumentierten im Rekurs vor dem Kassationsgericht in Rom, dass auch nach gründlichen Gutachten nicht festgestellt werden kann, wie viele der Messerstiche von Quici stammen. Laut ihnen widersprachen sich die Urteile aus erster und zweiter Instanz – auch deshalb zogen sie vor das Kassationsgericht.

Der Prozess muss nun am Oberlandesgericht in Trient neu aufgerollt werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Kassationsgericht kippt Mordurteil gegen Quici"


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Raphi
Raphi
Grünschnabel
8 Tage 19 h

So etwas gibt es aber nur in italien.

marher
marher
Superredner
8 Tage 19 h

Auf freim Fuss, und dann auf und davon. Sowas gibt es wohl nur bei uns. Nicht des do Trotz niemand soll ungerecht verurteit werden.

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