Experten fürchten das Schlimmste

Wal “Timmy”: Schauermeldungen verstören Tierfreunde

Mittwoch, 06. Mai 2026 | 09:44 Uhr

Von: luk

Nordsee -Das Schicksal von Buckelwal „Timmy“ bleibt ungewiss – doch die Signale stehen schlecht. Tage nach seiner Freilassung an der Südküste Norwegens bei Skagen fehlt weiterhin jedes Lebenszeichen, ein Ortungssignal ist bislang nicht eingegangen.

Nach Einschätzung des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund ist es wahrscheinlich, dass das geschwächte Tier nicht überlebt hat. Timmy war zuvor mehrfach gestrandet und galt bereits als stark geschwächt. Fachleute halten es daher für möglich, dass ihm im offenen Meer schlicht die Kraft fehlte. Nicht ausgeschlossen sei, dass der Wal bereits tot auf dem Grund der Nordsee liegt.

Zudem gibt es laut BILD Kritik an den Umständen der Rettungsaktion. Vor seiner Freilassung war das Tier bei starkem Wellengang in einem Lastkahn transportiert worden und prallte dabei offenbar mehrfach gegen die Bordwände. Während offiziell nur von leichten Verletzungen die Rede ist, äußern Experten Zweifel: Gerade im empfindlichen Kopfbereich sei der Schutz durch die Fettschicht gering, sodass Stöße gravierende Folgen haben könnten. Videoaufnahmen zeigen den Wal zudem apathisch und kaum beweglich.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus wollte sich Spekulationen über einen möglichen Tod zunächst nicht anschließen und verwies auf fehlende gesicherte Erkenntnisse.

Doch genau daran mangelt es: Ohne Tracking-Daten bleibt unklar, ob Timmy noch lebt oder ob die aufwendige Rettungsaktion am Ende vergeblich war. Auch Meeresbiologen wie Peter Madsen von der Universität Aarhus betonen, dass ohne verlässliche Daten keine Bewertung möglich sei.

Bis dahin gilt: Hoffen ist erlaubt – doch die Aussichten für Wal „Timmy“ sind alles andere als gut.

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