Von: mk
Bozen – Die Polizei hat in Bozen ein turbulentes Wochenende hinter sich. Der dramatischste Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag. Ein Mann hatte in einem Supermarkt im Stadtviertel Europa-Neustift mehrere Waren mitgehen lassen. Als die alarmierte Polizei kurz darauf eintraf, entdeckte sie den Verdächtigen ganz in der Nähe des Geschäfts. Doch statt sich zu ergeben, schaltete der Mann sofort auf Aggression.
Völlig unvermittelt ging der 36-jährige Italiener auf die Beamten los und attackierte sie mit heftigen Tritten. Nur mit Mühe gelang es den Polizisten, den tobenden Mann zu überwältigen. Auch auf dem Weg zur Quästur beruhigte er sich nicht und demolierte das Innere des Streifenwagens.
Der 36-Jährige ist kein unbeschriebenes Blatt: Er ist bereits mehrfach vorbestraft. Bei ihm wurden zudem 15 Gramm Haschisch sichergestellt. Die gestohlene Ware konnte in der Nähe aufgefunden und den Betreibern des Supermarkts zurückgegeben werden. Zwei Polizisten mussten aufgrund des Handgemenges ärztlich versorgt werden.
Einbrecher auf frischer Tat ertappt
Bereits am Samstagabend wurde Alarm in der Bozner Industriezone ausgelöst. Auf dem Gelände eines Betriebes war ein Einbruch im Gange. Der Polizei gelang es, rechtzeitig am Tort zu erscheinen und den Tätern den Fluchtweg abzuschneiden.
Zwei Männer – 48 und 32 Jahre alt, ebenfalls schwer vorbestraft – waren gerade dabei, tonnenschwere Aluminiumplatten im Wert von rund 1.000 Euro auf ein Fahrzeug zu verladen. Das Duo wurde auf frischer Tat ertappt, abgeführt und wegen schweren Diebstahls auf freiem Fuß angezeigt.
Neben den akuten Einsätzen nutzte die Quästur das Wochenende für flächendeckende Kontrollen im gesamten Stadtgebiet. Dabei wurden insgesamt 185 Personen überprüft und 27 Fahrzeuge unter die Lupe genommen.
Fünf Personen – vier ausländische Staatsbürger und eine Italienerin – gerieten dabei besonders ins Visier: Gegen sie lag bereits ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot für das Bozner Stadtgebiet vor. Da sie sich dennoch in der Stadt aufhielten, blüht ihnen nun ein weiteres Strafverfahren.




Aktuell sind 19 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen