Von: mk
St. Magdalena/Gröden – In den Bergen zwischen dem Villnößtal und dem Grödnertal wurde am Montagvormittag eine Leiche im Schnee entdeckt.
Der leblose Körper wurde gegen 11.00 Uhr von einer Gruppe österreichischer und deutscher Skitourengeher entdeckt, die zur Mittagsscharte aufstiegen. Sie alarmierten umgehend die Rettungskräfte.

Im Einsatz standen der Rettungshubschrauber von Aiut Alpin Dolomites sowie eine Mannschaft des alpinen Rettungsdienstes CNSAS aus Villnöß. Die Einsatzkräfte bargen die Leiche aus dem schwer zugänglichen Gelände.

Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte die Person von einer Lawine erfasst und bis auf eine Höhe von etwa 2.000 Metern mitgerissen worden sein.

Von Anfang an bestand der Verdacht, dass es sich bei der Leiche um den seit Dezember im Raum Gröden vermissten 27-jährigen chinesischen Studenten Huang Peng handeln könnte. Am Montagabend wurde dieser Verdacht zur traurigen Gewissheit. Bei der am Montagvormittag gefundenen Leiche handelt es sich um den vermissten Huang Peng. Dies wurde durch die Behörden bestätigt.
Der Student dürfte laut Bergrettung nicht unter eine Lawine geraten sein, sondern starb vermutlich an Unterkühlung. Der Leichnam war in einer fötalen Position aufgefunden worden, was auf ein starkes Empfinden von Kälte hindeutet. Zwar muss sich in der Vergangenheit gleich in der Nähe des Fundorts eine Lawine gelöst haben, doch es gebe keine Anzeichen, dass der 27-Jährige verschüttet worden sei.
Im Winter war der Leichnam vermutlich zu sehr von Schnee bedeckt und wurde deshalb bei den ersten Suchaktionen nicht entdeckt. Dadurch, dass die Kamera des jungen Mannes gefunden wurde, lässt sich auch die Route rekonstruieren, die der 27-Jährige eingeschlagen hat.




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