Leicht höhere Gefahr für Verkehrsunfälle am Freitag, dem 13.

Leicht höhere Gefahr für Verkehrsunfälle am Freitag, dem 13.

Freitag, 13. März 2026 | 09:50 Uhr

Von: apa

Aberglaube dichtet Freitag, dem 13., ein besonders hohes Potenzial an Unglück an. Die Statistik hält da oft dagegen und beschreibt ihn als eher unauffällig. Eine Zehn-Jahres-Analyse der Wiener Städtischen Versicherung zeichnet nun ein anderes Bild: Freitag, der 13., liege bei Kfz-Unfällen “wider Erwarten an der Spitze”, berichtete das Unternehmen am Freitag, dem 13.

“Unsere Analyse zeigt, dass Freitag, der 13., eine etwas höhere Schadensfrequenz aufweist als andere Tage. Viele dieser Freitage fallen aber auch in Monate mit generell erhöhter Unfallhäufigkeit – etwa in die Winter- oder Sommermonate. Saisonale Effekte spielen daher eine Rolle”, sagte Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Für die Auswertung wurde auf Daten der Jahre 2016 bis 2025 zurückgegriffen.

Im Schnitt zehn Prozent mehr Unfälle

Im Schnitt verzeichnet die Wiener Städtische an einem Freitag, dem 13., rund 246 Kfz-Unfälle und damit zehn Prozent mehr als an einem “normalen” Freitag. Er liege zudem deutlich über dem Durchschnitt anderer Wochentage. Unmittelbar hinter dem Spitzenreiter rangieren Montage mit durchschnittlich 227 Kfz-Unfällen und “normale” Freitage mit 223. Am seltensten kracht es laut diesen Daten an Sonntagen (81 Unfälle).

Trotz einzelner Hochrisikotage zeige sich ein klares Muster, so die Fachleute: Samstag und Sonntag sind im Durchschnitt deutlich unfallärmer als Werktage. Der Sonntag weist mit Abstand die geringste Schadensfrequenz auf. Gründe sind vor allem geringeres Verkehrsaufkommen allgemein, eingeschränkter Lkw- und weniger Berufsverkehr.

Top-10 mit Dezembertagen, Ferien- und Sommerbeginn

Abseits von der Analyse der Wochentage fielen den Statistikern saisonale Häufigen auf: Mehrere Dezember-Termine sowie Ferien- und Sommerbeginn stechen in Sachen Unfallträchtigkeit hervor. Bemerkenswert ist laut der Städtischen die starke Häufung im Dezember, besonders in der Adventzeit. Hier treffen Risikofaktoren wie erhöhte Verkehrsfrequenz, Einkaufsverkehr, winterliche Fahrbahnverhältnisse und früh einsetzende Dunkelheit aufeinander.

Der Wildwechsel ist eine weitere Ursache für die höheren Unfallzahlen in der dunkleren Jahreszeit. Der 1. Juli hingegen – gemeinsam mit dem 12. Dezember in der Statistik der “Top-10 der unfallträchtigsten Tage im Jahr” der Spitzenreiter mit im Schnitt 238 Unglücken – hängt mit dem Ferienbeginn in einigen Bundesländern und verstärktem Reiseverkehr zusammen.

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