Wasserversorgung

Seilbahnverband und Schuler werben für Speicherbecken und Reformen

Freitag, 24. Juli 2026 | 11:43 Uhr

Von: luk

Bozen – Angesichts der aktuellen Diskussion über Wasserknappheit fordern sowohl der Verband der Seilbahnunternehmer Südtirols als auch SVP-Landtagsvizepräsident Arnold Schuler langfristige Investitionen in die Wasserinfrastruktur. Im Mittelpunkt stehen dabei der Ausbau von Speicherbecken sowie effizientere Strukturen in der Bewässerung.

Der Verband der Seilbahnunternehmer bezeichnet Speicherbecken als unverzichtbare Infrastruktur – nicht nur für die technische Beschneiung im Winter, sondern zunehmend auch im Sommer. Präsident Helmut Sartori verweist auf den Mehrfachnutzen der Anlagen: Sie stellten Löschwasser für den Zivilschutz bereit und könnten in manchen Gebieten, etwa im Skigebiet Gitschberg Jochtal, auch zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen genutzt werden. Neue Speicherbecken würden deshalb vielfach bereits als Multifunktionsanlagen geplant. Zudem betont der Verband, dass das für die Beschneiung verwendete Wasser mit der Schneeschmelze wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückkehre.

Auch Arnold Schuler sieht angesichts des Klimawandels Handlungsbedarf. Kurzfristige Sparmaßnahmen allein reichten nicht aus, vielmehr brauche es eine grundlegende Weiterentwicklung der Bewässerungsstrukturen. Die derzeit rund 300 Bodenverbesserungskonsortien sollten nach seiner Auffassung zu größeren und professionelleren Einheiten zusammengeführt werden, um Investitionen besser planen und Fördermittel effizienter nutzen zu können.

Als Vorbild nennt Schuler das Bonifizierungskonsortium Vinschgau, das in den vergangenen fünf Jahren nach eigenen Angaben mehr als 85 Millionen Euro in die Bewässerungsinfrastruktur investiert hat. Zudem spricht er sich für eine stärkere Nutzung von Versicherungen gegen Trockenschäden und des Mutualitätsfonds aus, um landwirtschaftliche Betriebe besser gegen die Folgen des Klimawandels abzusichern.

Beide Stellungnahmen machen deutlich, dass der Umgang mit der Ressource Wasser künftig eine zentrale Herausforderung für Südtirol bleiben wird.

Bezirk: Bozen

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