Von: luk
Bozen – Ein dramatischer Zwischenfall hat sich am Samstagvormittag im Lido von Bozen ereignet: Ein zweieinhalbjähriges Mädchen wäre in einem Kinderbecken beinahe ertrunken. Nur dank des schnellen Eingreifens eines zufällig anwesenden Notfallmediziners unter den Badegästen konnte das Kind gerettet werden.
Das Mädchen war laut Medienberichten für mehrere Sekunden unter Wasser, bevor seine Mutter es regungslos am Beckenboden entdeckte und aus dem Wasser zog. Zu diesem Zeitpunkt zeigte das Kind keine Lebenszeichen mehr.
Der 41-jährige Notarzt Luigi Ferro, der mit seiner Familie im Lido war und in der Notaufnahme des Krankenhauses Meran arbeitet, eilte sofort zu Hilfe und begann mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach mehreren Beatmungen und der Herz-Lungen-Massage reagierte das Mädchen schließlich, erbrach Wasser und begann wieder selbstständig zu atmen. Gemeinsam mit einer zufällig anwesenden Kinderchirurgin stabilisierte er das Kind bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Mutter stand unter Schock, berichtet die Zeitung Alto Adige.
Anschließend wurde das Mädchen mit dem Rettungswagen ins Bozner Krankenhaus gebracht. Nach zwei Tagen auf der Kinderstation konnte es wieder entlassen werden. Laut den behandelnden Ärzten wurden glücklicherweise keine neurologischen Schäden oder andere bleibende Beeinträchtigungen festgestellt.
Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit unklar. Medienberichten zufolge spielte das Mädchen mit seinem Bruder im Kinderbecken. Ob es zuvor gestürzt oder sich den Kopf angeschlagen hatte, ist nicht bestätigt.
Der Arzt betonte nach dem Vorfall, er sehe sich nicht als Held. Vielmehr wolle er die Gelegenheit nutzen, um auf die Bedeutung von Erste-Hilfe-Kursen und Wiederbelebungsmaßnahmen aufmerksam zu machen. Solche Kenntnisse könnten im Ernstfall Leben retten und sollten nach seiner Ansicht noch stärker in der Gesellschaft vermittelt werden.




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