Von: mk
Sarntal – Die Gemeinde Sarntal und der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister lvh.apa ziehen an einem Strang, um zusätzliche Gewerbeflächen zu schaffen.
Die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen bleibt eine der zentralen Herausforderungen für die wirtschaftliche Entwicklung im Sarntal. Um den Bedarf der Handwerksbetriebe zu erheben und mögliche Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen, trafen sich kürzlich Vertreter der Gemeinde Sarntal, des lvh.apa sowie Fachplaner zu einem Austausch über die künftige Ausweisung von Gewerbeflächen.
An dem Treffen nahmen Bürgermeister Josef Mair, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, lvh-Direktor Walter Pöhl, Handwerksreferent René Bernard, Vertreter der lvh-Ortsgruppe Sarntal, Koordinatorin der Berufe im lvh Zoia Reiterer sowie Architekt Peter Paul Amplatz als Techniker für das Gemeindeentwicklungsprogramm (GEP) teil.
Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse einer vom lvh initiierten Umfrage unter den Sarner Handwerksbetrieben sowie ein technischer Bericht zu möglichen Entwicklungsflächen. Die erhobenen Daten zeigen deutlich, dass zusätzlicher Raum für die wirtschaftliche Entwicklung des Handwerks benötigt wird.
„Handwerksbetriebe brauchen Entwicklungsmöglichkeiten. Wer wachsen, investieren oder einen Betrieb übernehmen möchte, ist auf geeignete Gewerbeflächen angewiesen. Deshalb ist es wichtig, schon heute die Weichen für die Zukunft zu stellen“, betonten Hannes Mussak, Walter Pöhl und René Bernard unisono.
Bürgermeister Josef Mair unterstrich die Bereitschaft der Gemeinde, neue Flächen für die Wirtschaft bereitzustellen. Bereits heute führe die Gemeindeverwaltung Gespräche mit mehreren Grundeigentümern, um konkrete Lösungen für die Schaffung zusätzlicher Gewerbeflächen zu erarbeiten.
„Die von der Ortsgruppe geleistete Arbeit unter der Leitung von Ortsobmann Gerd Trojer und das Engagement bei der Durchführung der Umfrage sind äußerst wertvoll. Die erhobenen Daten und der technische Bericht bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Bewertungen, Planungen und Entscheidungen der Gemeinde“, erklärte Bürgermeister Josef Mair. Im Rahmen des Treffens wurden verschiedene mögliche Standorte diskutiert.
Architekt Peter Paul Amplatz erläuterte zudem die nächsten Schritte im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms. Für die Ausarbeitung des GEP müsse festgelegt werden, welcher Bedarf an Gewerbeflächen mittel- und langfristig berücksichtigt werden soll. Dabei gehe es unter anderem um die Definition eines Planungshorizonts von fünf, zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren.
Neben möglichen Neuausweisungen wurden auch bestehende Leerstände analysiert. Erhoben wurden unter anderem verfügbare Flächen in Reinswald und im Bereich Gufel. Ein Teil dieser Flächen wird jedoch voraussichtlich in naher Zukunft wieder einer Nutzung zugeführt und steht damit nicht dauerhaft zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Erhebungen und die technischen Unterlagen werden nun der Gemeinde und den Planern übermittelt. Ein weiterer Abstimmungstermin mit Handwerksreferent René Bernard wurde bereits vereinbart. “Ziel bleibt es, gemeinsam konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung des Sarner Handwerks zu schaffen und ausreichend Raum für bestehende sowie künftige Betriebe sicherzustellen”, unterstrich René Bernard.




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