Vier Bautrupps der Wildbachverbauung im Einsatz

Meran: Arbeiten an der Passer beginnen wieder

Freitag, 02. Februar 2018 | 12:17 Uhr

Meran – Am Montag (5. Februar) nimmt das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West die Instandhaltungsarbeiten entlang der Passer in Meran wieder auf.

Ab kommender Woche werden nach einer kurzen Winterpause die Arbeiten an den Ufern der Passer in Meran wieder aufgenommen. In einem besonders schlechten Zustand befindet sich die rechte Ufermauer oberhalb der Postbrücke, wo sich die Baumwurzeln einen Weg durch die Steine gebahnt haben. Dasselbe Problem findet sich auch beim Uferabschnitt zwischen Post- und Theaterbrücke: Hier wuchern die Wurzeln invasiver Neophyten – eingewanderter Pflanzenarten wie Robinien (Akazie), Götterbäume oder Schmetterlingsstrauch –  bis zu den Gehsteigen und den Promenaden. Nun soll die Ufermauer bei der Postbrücke erneuert und der Abschnitt oberhalb bzw. unterhalb der Brücke von den Wurzeln befreit werden.

Im Zuge der Arbeiten werden zudem zwischen der Fußgänger- und Fahrradbrücke bei der Otto-Huber-Straße und der Theaterbrücke entlang der Postgranzstraße bis zur Brücke über die Schnellstraße Meran-Bozen und gegenüber vom Kurhaus Meran überschüssige Pflanzen geschnitten bzw. durchforstet, um die Ufervegetation zu verjüngen und elastisch zu halten.

Uferpflegemaßnahmen und Bachbetträumungen sind auch an der Passer in der Lazag vorgesehen. Hier wurde auf den Gemeindegebieten von Schenna, Dorf Tirol und Meran in den 1970er Jahren zum Schutz der Stadt Meran die Passer aufgeweitet, um eine Retentionsfläche zu schaffen, eine neben einem Fließgewässer liegende Fläche, die im Falle eines Hochwasserabflusses als Überflutungsfläche genutzt werden kann.

“Umgerissene und mitgeschwemmte Bäume könnten bei Brücken oder Engstellen die Passer rückstauen und angrenzende Bereiche überfluten”, erklärt Mauro Spagnolo, Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West der Agentur für Bevölkerungsschutz, “durch die Bachbettsäuberung wird außerdem mehr Platz für ein eventuelles Hochwasser geschaffen”. Die Arbeiten erfolgen sowohl nach einem internen Pflegeplan als auch nach einer Studie, die im Rahmen des Interreg-Projektes “Freiräume am Wasser” erarbeitet wurde.

Im Einsatz sind vier Bautrupps der Wildbachverbauung. Der angestrebte Fertigstellungstermin für die Arbeiten ist Ende April; die Baukosten belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Von: mho

Bezirk: Burggrafenamt

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