Von: mk
Bozen – Heute ist Valentinstag, das Fest der Liebenden. Während wir mit Rosen und Süßigkeiten die Herzen unserer Liebsten erwärmen, bleibt es draußen kalt. Darauf deuten zumindest zwei alte Bauernregeln hin.
Auf wen genau der Valentinstag zurückgeht, bleibt unklar, da in Verbindung mit dem 14. Februar verschiedene Märtyrer namens Valentinus angeführt wurden. Der heilige Valentin von Rom erlitt etwa das Martyrium, weil er Soldaten traute, denen das Heiraten verboten war.
Während der Christenverfolgungen im Römischen Reich feierte er heimlich Gottesdienste. Gemäß einer Legende heilte er während seiner Gefangenschaft die blinde Tochter seines Aufsehers und schrieb ihr vor seiner Hinrichtung zum Abschied einen Brief, der mit „Dein Valentin“ unterzeichnet war.
Das Fest des heiligen Valentinus wurde erstmals im 14. Jahrhundert in den Kreisen um Geoffrey Chaucer mit der romantischen Liebe assoziiert, als die Tradition der höfischen Liebe florierte. Im 18. Jahrhunderts entwickelte sich in England der Brauch, dass sich Liebende zum Valentinstag einander Grußkarten, sogenannte Valentines, schickten sowie Blumen und Süßigkeiten schenkten – eine Tradition, die bis heute zumindest teilweise noch erhalten geblieben ist.
Auch fürs Wetter spielt der Valentinstag eine entscheidende Rolle, wenn man dem Brauchtum Glauben schenkt. Regnet oder schneit es am Valentinstag, gilt laut einer Bauernregel Folgendes: “Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.” Eine zweite Bauernregel klingt ähnlich: “Hat’s zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren.”
In der Tat herrschte heute tagsüber trübes Wetter. Zeitweise kam es zu leichten Niederschlägen, die Schneefallgrenze lag zwischen 1000 und 1400 Metern. Das bedeutet nichts Gutes – zumindest für sonnenhungrige Menschen, die sich nach den ersten milden Frühlingstagen sehnen.
Bauernregeln beruhen auf jahrhundertelangen Beobachtungen der Natur. Frosttage, die Mitte Februar auftreten, galten als Zeichen dafür, dass der Winter noch nicht vorüber ist und möglicherweise mit weiteren Niederschlägen zurückkehrt. Meteorologisch ist das nicht völlig von der Hand zu weisen: Kaltlufteinbrüche im Februar können Bedingungen begünstigen, die über längere Zeit für frostige Nächte sorgen.
Doch jede Regel hat auch ihre Ausnahmen: Laut Prognosen sorgt ein Zwischenhoch über Südtirol zumindest vorübergehend am Sonntag mit einer nordwestlichen Höhenströmung für stabile Verhältnisse. Die Sonne scheint verbreitet. Nur entlang der Grenze zu Nordtirol halten sich zunächst noch dichtere Wolken.
In vielen Tälern weht teils kräftiger Nordwind. Am Abend nimmt die Bewölkung von Westen her dann wieder zu.




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