Von: mk
Bozen/Bruneck – Bereits zum wiederholten Male erhielt der Verein Kinderherz in diesen Tagen eine wertvolle Spende über Euro 5000 über die Stiftung der Familie Mutschlechner „Mut Social Foundation“ aus Bruneck.
Der Struktur aus dem Pustertal steht Peter Rech als Präsident vor. Über die letzten Jahre ist zwischen dem Verein, der sich aktuell für rund 300 betroffene Familien mit Kindern, die an einem angeborenen Herzfehler leiden, einsetzt, und der Stiftung aus dem Osten Südtirols eine enge Beziehung entstanden. Peter Rech betont, dass sich Mut Foundation vorrangig für Situationen einsetze, wo zeitnah schnelle Lösungen benötigt würden. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, wie dramatisch Krankheit das Leben vieler im Umfeld der direkt Betroffenen, die einen Schicksalsschlag erleben, verändert. Zahlreiche Beispiele veranschaulichen, dass dabei von einem Moment zum anderen alles aus den Fugen gerät, und deswegen Dritte gebraucht werden, die zur Seite stehen – und das auf unterschiedlichster Art und Weise.
Der Hintergrund, der die Notwendigkeit der Hilfe aus der Zivilgesellschaft untermauert, ist folgender: In Italien wird derzeit etwa jedes 90. Kind mit einer erheblichen Fehlbildung des Herzens oder der herznahen Gefäße geboren – ein Trend, der seit Jahren unvermindert anhält. Auch in Südtirol verzeichnet man eine im Verhältnis zu anderen Realitäten in Mitteleuropa relativ insistente Rate seit Jahrzehnten. „Diese Situation verlangt danach, dass es auf jeden Fall mehr Interventionen nicht nur von der Öffentlichen Hand, sondern ebenso in der Selbsthilfe braucht. Es muss zusehends bei Härtefällen angesetzt werden, wo es aufgrund der vorliegenden chronischen Erkrankungen, auch zu starken finanziellen Belastungen für die betroffenen Familien kommt“, erklärt Kinderherz Südtirol.
Laut Kinderherz-Präsident Ulrich Seitz umfassen diese meistens Aspekte in der Betreuung der schwer angeschlagenen jungen Patienten, wie die Palliativversorgung, Reha-Leistungen, technische Hilfsmittel, Unterstützungen bei Aufenthalten, die sich oft auch über mehrere Wochen oder sogar Monaten im In- und Ausland strecken, den psychologischen Support oder auch das Beisteuern bei der Übernahme von Beerdigungsspesen von herzkranken Menschen. Kinderherz Südtirol sei immer öfters mit neuen Herausforderungen konfrontiert.
Der Übergang vom Kindesalter ins Erwachsenensein gehe nicht immer problemlos vonstatten, da der Einstieg in den Schulalltag oder ins Berufsleben mit einigen belastenden Hürden verbunden sei.
In wenigen Tagen steht ein schöner Anlass für den Verein Kinderherz an. Es wird nämlich das 20-Jahr Jubiläum in der Messe Bozen am 11.4.2026 mit vielen Weggefährten, Familien und Netzwerkpartnern aus dem In- und Ausland begangen. Damit verbunden ist nicht nur der erfolgreiche Einsatz für die Bedürfnisse herzkranker Menschen in allen Lebenslagen, vor allem dann wenn die Krankheit Bestandteil eines ganzen Lebens ist, sondern ebenso die fachliche Begleitung von Berufsbildern aus dem sozio-sanitären Bereich, durch qualifizierte ehrenamtliche Kompetenz, die in den letzten zwei Jahrzehnten, mit engagiertem Aufwand durch motivierte Freiwillige vorangetrieben wurde.




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