Von: luk
Meran – Gestern Abend wurde im Rathaus das technische Gutachten von Ingenieur Oswald Holzner vorgelegt, der mit der Begutachtung des statischen Zustands der vom Erdrutsch am 28. Juni betroffenen Gebäude beauftragt war. Das Gebäude mit der Hausnummer 1 am Naifdammweg ist unbewohnbar. Sieben Personen sind nach wie vor evakuiert.
Aus dem Bericht von Ingenieur Oswald Holzner geht hervor, dass eines der beiden Wohnhäuser der Familie Tomasi, nämlich das in Katzensteinstraße 12, keine Schäden davongetragen hat, die die bauliche Stabilität beeinträchtigen würden. Das Gebäude – in dem zwei Personen wohnen – wurde daher für bewohnbar erklärt.
Anders fällt hingegen das Ergebnis der Untersuchungen für das Haus am Naifdammweg 1, wo das Gutachten erhebliche bauliche Mängel aufgezeigt hat. Insbesondere wurden Risse im tragenden Mauerwerk sowie das Nachgeben einer Stütze im Keller festgestellt. Diese Zustände lassen es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu, das Gebäude für bewohnbar zu erklären. Es müssen spezifische statische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, die auf der Grundlage eines technischen Plans an ein spezialisiertes Unternehmen vergeben werden müssen.
Angesichts dieser Ergebnisse wurde mit einer neuen Anordnung die Aufhebung der Evakuierung für das Gebäude in der Katzensteinstraße 12 angeordnet, während die Evakuierung für das Gebäude im Naifdammweg 1 bis zum Abschluss der erforderlichen Maßnahmen weiterhin in Kraft bleibt.
Von den insgesamt 39 Personen, die infolge der Vermurung am 28. Juni evakuiert wurden, befinden sich somit noch sieben vorübergehend nicht in ihrer Wohnung.
„Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Wir danken dem technischen Personal und den Einsatzkräften für ihr rasches und professionelles Handeln. Wir werden die Lage weiterhin aufmerksam beobachten und den Betroffenen die notwendige Unterstützung gewährleisten. Zudem sprechen wir allen, die an den Rettungsmaßnahmen beteiligt waren, erneut unseren herzlichen Dank aus und rufen die Bevölkerung dazu auf, die gestartete Spendenaktion zu unterstützen: Jeder Beitrag, auch wenn er noch so klein ist, ist eine wertvolle Hilfe“, betonen der Vizebürgermeister Nerio Zaccaria und der Stadtrat für Straßen und Infrastruktur Christoph Mitterhofer.
Zur Unterstützung der von den Schäden betroffenen Familien hat der Bäuerliche Notstandsfonds eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Hier sind die Bankverbindungen für Spenden:
Kennwort: “Unwetter Meran”
Raiffeisenkasse – IBAN: IT30 D 03493 11600 000300011231
Sparkasse – IBAN: IT67 D 06045 11600 000000034500
Volksbank – IBAN: IT15 U 05856 11601 050570004004




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