Von: mk
Bozen – Zahlreiche Südtirolerinnen und Südtiroler können ihren digitalen Führerschein derzeit nicht in der staatlichen App „IO“ hinterlegen, wenn ihr Vor- oder Nachname Umlaute enthält. Bei der Aktivierung erscheint eine Fehlermeldung im Zusammenhang mit den persönlichen Meldedaten („problema anagrafe“). Auf diese Problematik hatte die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Team K) mit einer Anfrage im Landtag aufmerksam gemacht.
Aus der nun vorliegenden Antwort von Landeshauptmann Arno Kompatscher geht hervor, dass die Landesregierung das Problem kennt und bereits zu Beginn des Jahres Kontakt mit dem italienischen Innenministerium aufgenommen hat. Zudem habe der Landeshauptmann das Thema persönlich bei einem Treffen mit Innenminister Matteo Piantedosi in Rom angesprochen. Die zuständigen Stellen seien inzwischen mit der Prüfung möglicher Lösungsansätze befasst.
„Es ist wichtig, dass sich die Landesregierung um die Angelegenheit kümmert. Dennoch zeigt dieser Fall, dass die sprachliche Realität Südtirols in staatlichen digitalen Systemen noch immer nicht ausreichend berücksichtigt wird“, erklärt Maria Elisabeth Rieder.
Für viele Betroffene bedeutet das Problem eine konkrete Benachteiligung bei der Nutzung der IO-App. Gerade in Südtirol, wo zahlreiche Familiennamen Umlaute enthalten, müsse sichergestellt werden, dass digitale Anwendungen ohne Einschränkungen funktionieren. Kritisch sieht die Team K-Abgeordnete, dass es keine Informationen gibt, wann diese Probleme gelöst werden.
„Die Digitalisierung darf nicht dazu führen, dass Menschen aufgrund ihrer Namen ausgeschlossen werden. Umlaute sind ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Sprache und Identität. Deshalb erwarte ich mir von den zuständigen staatlichen Stellen eine rasche technische Anpassung, damit alle Bürgerinnen und Bürger die digitalen Angebote gleichermaßen nutzen können“, so die Team K Abgeordnete abschließend.




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