Familie von Manfred Rigger fordert Gerechtigkeit

Nach tödlichem Streit in Kardaun: Obduktion soll Todesursache klären

Dienstag, 16. Juni 2026 | 08:24 Uhr

Von: luk

Kardaun/Bozen – Der tödliche Streit vor einer Tankstelle in Kardaun beschäftigt nun die Justiz. Nachdem der 66-jährige Manfred Rigger vor wenigen Tagen im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen erlegen war, wurde inzwischen eine Obduktion durchgeführt.

Rigger war Ende Mai vor der Bar einer Tankstelle in Kardaun in eine Auseinandersetzung mit einem 55-jährigen Mann geraten. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte seinem Gegenüber einen Schlag ins Gesicht versetzt haben. Rigger verlor daraufhin das Gleichgewicht, stürzte zu Boden und prallte mit dem Kopf auf.

Die gestern durchgeführte Obduktion soll nun klären, ob die tödlichen Verletzungen direkt durch den Schlag, durch den anschließenden Sturz oder durch andere Faktoren verursacht wurden. Die Ergebnisse sollen in einigen Wochen vorliegen. Der 55-jährige Tatverdächtige sitzt seit dem 28. Mai in Untersuchungshaft.

Die Familie des Verstorbenen fordert unterdessen eine lückenlose Aufklärung des Falls. Ehefrau Anna Maria Vieider und Sohn Maximilian erklärten, sie hätten Vertrauen in die Ermittlungen und erwarteten, dass die Verantwortlichkeiten vor Gericht geklärt werden. Rigger wird von Angehörigen und Weggefährten als hilfsbereiter und lebensfroher Mensch beschrieben, der sowohl beruflich als auch privat großes Ansehen genoss.

Bezirk: Bozen

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