Suchaktion bei Gossensaß

Absturz bei einer Wanderung: 52-jähriger Bozner tot geborgen

Donnerstag, 08. September 2016 | 12:27 Uhr
Update

Gossensaß – Der 52-jährige Mann aus Bozen, Luca di Tolla, konnte in der Nähe der Wetterspitze von den Suchmannschaften nur mehr tot geborgen werden. Nach dem Mann war seit Mittwochabend intensiv gesucht worden.

Wie die Bergrettung Gossensass mitteilt, wurde sie am Mittwochabend gegen 21.00 Uhr alarmiert. Die Bergretter durchkämmten alle Wege, die zur Wetterspitze führen, während der Bergrettungsdienst Ridnaun/Ratschings von Ridnaun aus eine Suchaktion startete. Gegen 4.00 Uhr in der früh des darauffolgenden Tages wurde die Suche vorübergehend abgebrochen. Um 6.00 Uhr wurde die Suche unter Teilnahme des Bergrettungsdiensts Gossensaß/Pflersch, des Bergrettungsdiensts Sterzing, des CNSAS Vipiteno/Sterzing, des Bergrettungsdiensts der Finanzwache von Sterzing, der Hundeführer des Bergrettungsdiensts im AVS und der Freiwilligen Feuerwehr Pflersch wieder aufgenommen.

Später wurde die Suche immer weiter ausgedehnt: Ab 7.00 Uhr wurde das gesamte Gebiet Ladurns-Wetterspitz-Alriss abgesucht, ab 9.00 Uhr wurde die Suchaktion vom Rettungshubschrauber Pelikan 2 unterstützt und ab Mittag wurde die Suchaktion mithilfe aller Freiwilligen Wehren des Bezirks Wipptal erweitert. So standen ab Mittag ungefähr eine Hundertschaft Frauen und Männer im Einsatz. Zudem wurde über das Agentur für Bevölkerungsschutz ein Spezialgerät für die Handyortung über das Innenministerium der Schweiz angefordert, das sonst nur rein polizeilich verwendet werden darf.

Mithilfe des Gerätes konnte der vermisste Bozner um 17.13 Uhr vom Helikopter aus gefunden werden. Der herbeigerufene Notarzt des Landesrettungshubschraubers Pelikan 2 konnte leider nur mehr den Tod des Verunglückten feststellen.  Luca di Tolla wurde von der Bergrettung Gossensaß/Pflersch geborgen und ins Tal gebracht.

Auf Facebook dankt die Schwester von Luca di Tolla,Maddalena Di Tolla Deflorian, den Rettungskräften für ihren Einsatz und richtet einige letzte, bewegende Worte an ihren verstorbenen Bruder:

Purtroppo mio fratello è stato trovato ed è morto. Ringrazio immensamente il Soccorso alpino per averci ridato il suo…

Pubblicato da Maddalena Di Tolla Deflorian su Mercoledì 7 settembre 2016

Was bisher berichtet wurde:

Seit Mittwochabend wird ein 52-jähriger Bozner, der alleine auf einem Wanderweg zwischen der Ladurnerhütte und der Wetterspitze bei Ridnaun unterwegs war.

Die besorgte Mutter schlug um 21.00 Uhr am Mittwochabend Alarm, nachdem ihr Sohn nicht nach Hause zurückgekehrt war, berichtete stol.it.

Bei der Suchaktion, die derzeit läuft, sind ein Hubschrauber, die Männer der Bergrettung Gossensaß sowie jene der Bergrettung der Finanzwache und die Carabinieri im Einsatz.

Von: mk

Bezirk: Wipptal

Kommentare

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5 Kommentare auf "Absturz bei einer Wanderung: 52-jähriger Bozner tot geborgen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Hubsi
Neuling
18 Tage 7 h

welcher vollpfosten gib do a minus??

elmar
Grünschnabel
18 Tage 9 h

R.I.P.
meine Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen

Max
Grünschnabel
18 Tage 7 h

R.I.P.
Trotz des tragischen Ausgangs, sieht man wieder woe wichtig es wäre so ein Gerät für die Handy Ortung in unserer Region anzukaufen.
Man hat dieses Gerät das erste mal in Sulden und nun hier eingesetzt, um verunglückte Personen zu finden. Leider waren bei beiden Einsätzen die gefundenen Personen verstorben.
Trotz der Tragik am Ausgang dieser Einsätze haben die Betroffenen mindestens die Gewissheit was mit Ihnen passiert ist.
Ein Lob an den Rettungskräften und mein aufrichtiges Beileid an den Hinterbliebenen.

Norbi
Grünschnabel
18 Tage 6 h

Es tut mir sehr Leid. Jeder Toter ist einer zu viel. Aber das hab ich nicht verstanden?  Zudem wurde über das Agentur für Bevölkerungsschutz ein Spezialgerät für
die Handyortung über das Innenministerium der Schweiz angefordert, das
sonst nur rein polizeilich verwendet werden darf.

oli.
Tratscher
18 Tage 2 h

Was ist nur dieses Jahr los in den Bergen ???
Man hört und liest soviele traurige Ereignisse , sind die Berge böse auf uns Wanderer oder der Leichtsinn beim guten Wetter !?.

R.I.P.

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