Auch im Ultental darf geschossen werden

Nationalpark Stilfserjoch: Rotwildentnahmen gutgeheißen

Dienstag, 22. Mai 2018 | 12:29 Uhr

Bozen – Mit dem Rothirschprogramm sollen die erhöhte Rothirschdichte in den Gebieten des Nationalparks Stilfserjoch eingedämmt und damit das aus den Fugen geratene ökologische Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Im Herbst 2017 wurde dazu ein Fünfjahresplan zum Schutz und zum Management des Rothirsches genehmigt, nachdem das Gesamtstaatliche Institut für Umweltschutz und Umweltforschung ISPRA (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca ambientale) sein bindendes Gutachten dazu abgeben hatte. Dieses sah verschiedene Auflagen für die Entnahmeperiode 2017/18 vor.

Seit Anfang Mai liegt nun das positive Gutachten der ISPRA für die Entnahmeperiode 2018/19 vor. Heute (22. Mai) hat die Landesregierung (im Rahmen einer kurzfristig anberaumten Blitzsitzung) auf Vorschlag von Landesrat Richard Theiner, in dessen Zuständigkeit der Nationalpark Stilfserjoch fällt, das Rothirschprogramm 2018-21 genehmigt. “Das Rothirschprogramm dient der Verringerung der Population und ermöglicht eine geregelte Entnahme, um Schäden in der Land- und Forstwirtschaft vorzubeugen”, unterstreicht Landesrat Theiner.

Neu ist, dass ab sofort auch Entnahmen im Nationalparkanteil im Ultental möglich sein werden. Die Rothirschentnahmen 2017 hatten ausschließlich die Gebietseinheiten Mittlerer Vinschgau/Martell und Gomagoi/Taufers des Nationalparks betroffen. Zudem gibt es eine Frühjahrsentnahme im Mai 2018 im Ultental: “Diese wird auf experimentellem Wege eingeführt und betrifft einjährige weibliche und männliche Rothirsche, die ausschließlich von den Nationalpark-Rangers entnommen werden dürfen”, erklärt Hanspeter Gunsch, Direktor des Landesamtes für den Nationalpark Stilfserjoch.

So wie auch im vergangenen Jahr werden die Entnahmen im Herbst ab 20. Oktober 2018 in den Gebieten Mittlerer Vinschgau/Martell, Gomagoi/Taufers und Ultental fortgesetzt. Die Organisation und Koordination der Entnahmeaktion liegt wiederum beim Landesamt für den Nationalpark Stilfserjoch. Die Entnahmen werden in Zusammenarbeit mit eigens dafür geschulten Entnahmespezialisten durchgeführt. Knapp 500 Entnahmespezialisten hat das Nationalpark-Amt dazu bisher ausgebildet.

Von: luk

Bezirk: Bozen, Vinschgau

Kommentare

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18 Kommentare auf "Nationalpark Stilfserjoch: Rotwildentnahmen gutgeheißen"


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KASPERLE
KASPERLE
Grünschnabel
1 Monat 6 h

Diese Rothirsch zerstören das ganze Ökosystem….wie hat es die Natur geschafft, 4,5 Milliarden Jahre im Gleichgewicht zu bleiben…und dass ohne die zarte Einwirkung des Menschen? Alles abknallen was lebt…für das Wohl der Natur selbst…(und um a bissl Spass zu haben)

mmhm_sel_schu
mmhm_sel_schu
Grünschnabel
1 Monat 5 h

Logisch hat sich der Mensch verbreitet und den Wolf und Bär ausgerottet, die Folge ist, dass das Rotwild keinen natürlichen Feind mehr hat. 
Den Wolf wieder ansiedeln hat aber auch keinen Sinn!!! Der wird auch gemütlich das eingezäunte Kalb oder Schaf reisen als einen Hirsch durch den Wald zu jagen. 
Es bleibt deshalb nicht mehr viel übrig. 
Man könnte ja das Rotwild zu den Hirschen in die Stadt fahren 🙂

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 5 h

Es dauert lange, bis Bürokraten verstehen, dass Regulierung zum Erhalt einer Art in Mitteleuropa notgedrungen dazugehört. Vielleicht verstehst du ja auch irgendwann….

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 4 h

@mmhm_sel_schu

Und vergiss nicht das der Wolf Bäume frisst!

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
30 Tage 19 h

@enkedu
Warum versteht man dann nicht das die Regulierung der Spezies Mensch oberste Priorität hat? Wenn jemand diese Welt zerstört, ist es sicher nicht ein Tier! Jede spezies wird von der Natur früher oder später gesund geschrumpft.

Landschaftspfleger
1 Monat 5 h

Ich bin dafür, dass man auch im Nationalpark eine geregelte Jagd genehmigt, zumal das Gebiet teilweise stark besieselt und touristisch genutzt wird dass es eine menschliche Regelung der Waldregionen braucht, auch wenn es manche vermeintliche Naturschützer nicht verstehen.

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 3 h

diesen Nationalpark hätten sie nie zulassen dürfen. gib bei Beamten nacj und du bist verloren. die finden immer neue Auflagen und Einschränkungen. Das liegt ihnen wohl so im Blut.

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 3 h

Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein Hirsch die ersten Wanderer frisst🙂

Landschaftspfleger
1 Monat 2 h

@genau
Dir ist wohl anscheinend auch noch nie bewusst, dass auch dein Wohlstand mit einer funktionierenden Landschaftspflege und mit einer Wirtschäftlichen Sicherheit auch in Land- und Berggemeinden zusammenhängt, sonnst würdest du im gesunden Zustand nicht so einen Schwachsinn schreiben.!

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
1 Monat 5 h

da werden dann sowieso nur die Lobbyfreunde des einstigen Kaisertums zum Zuge kommen,interressant wie man sich die Sachen zurecht schneidert :-))

So ist das
So ist das
Superredner
1 Monat 4 h

Was im Wahljahr nicht alles möglich ist, um auf Stimmenfang zu gehen.

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 3 h

nein. das ist wegen der Weltmeisterschaft.

genau
genau
Universalgelehrter
1 Monat 3 h

Jaja

Die Svp bemüht sich dann immer um ihre Bauern-Stammwählerschaft😀😀

Pic
Pic
Tratscher
1 Monat 2 h

Jagd in einem Nationalpark. Das ist nun in Südtirol unter der SVP und der Bauernlobby möglich. 

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
1 Monat 53 Min

@ Pic
oh Mann , oh Mann da gingen früher schon ganz andere Sachen ,da wurden Gäste eingeladen sich beste Stücke zu entnehmen :-))

jack
jack
Superredner
1 Monat 3 h

die wölfe einfangen und alle ab ans stilfserjoch naturpark
🤷‍♂️🤷‍♂️

Paul
Paul
Universalgelehrter
30 Tage 21 h

Lobby und Profitgier ist nunmal stärker

Paul
Paul
Universalgelehrter
30 Tage 21 h

Nationalpark könnense von den Tafeln streichen

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