Von: apa
Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat weltweit Chargen der Säuglingsnahrung BEBA und Alfamino zurückgerufen. Auch in Österreich wurden im Rahmen einer Sicherheitsüberprüfung durch die AGES in zwei Produktchargen geringe Mengen des Toxins Cereulid festgestellt. Die betroffenen Produkte wurden bereits aus dem Handel genommen, hieß es am Montag in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums. Weltweit wurden noch keine Krankheitsfälle bei Kindern registriert.
Insgesamt betrifft der Rückruf laut Ministerium über 800 Produkte aus mehr als zehn Nestlé-Werken. “Es ist die größte Rückrufaktion in der Unternehmensgeschichte”, so das Ministerium. Nestlé betonte gegenüber der APA, dass nicht 800 Produkte zurückgerufen, sondern überprüft wurden. In Folge wurden in Österreich demnach 32 Chargen vorsichtshalber zurückgezogen.
Laut Gesundheitsministerium sind in Österreich keine Krankheitsfälle bekannt, die mit dem Konsum der betroffenen Produkte in Verbindung stehen. Eltern, deren Kinder Symptome wie Erbrechen oder Durchfall zeigen, wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Betroffene Produkte können problemlos zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird vollständig ersetzt.
Mögliche Verunreinigung in Öl
Im Dezember 2025 wurde laut Nestlé bei einer Qualitätsüberprüfung eine mögliche Verunreinigung mit dem Bakterium Bacillus cereus in einem Ara-Öl eines Zulieferers festgestellt, welches in bestimmten Säuglingsnahrungsprodukten verwendet wurde. Dieses Bakterium kann das hitzestabile Toxin Cereulid bilden, das bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Sehr selten und in hohen Konzentrationen kann es zu schwereren Krankheitsverläufen kommen. Das Toxin vermehrt sich im Produkt nicht weiter.
In Österreich zwei Produkte positiv getestet
In Österreich wurden im Zuge behördlicher Probenziehungen zwei Produktchargen positiv auf Cereulid getestet. Diese wurden dem Ministerium zufolge umgehend aus dem Verkehr gezogen. “Die nachgewiesenen Konzentrationen des Toxins waren so gering, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann”, hieß es. Zur Sicherheit hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) demnach auch Produkte anderer Hersteller stichprobenartig untersucht – “alle Proben waren unauffällig”.
Nestlé hat in Abstimmung mit internationalen und österreichischen Behörden bereits über die Weihnachtsfeiertage einen stillen Rückruf durchgeführt und die betroffenen Produkte aus den Regalen entfernt. Mit Montag folgte nun ein öffentlicher Rückruf – “als zweiter Schritt eines üblichen, abgestuften Verfahrens”. Die unverzügliche Information war nicht notwendig, da laut AGES, da die nachgewiesenen Konzentrationen von Cereulid so gering waren, “dass keine Gesundheitsgefährdung besteht”.
Bei Beschwerden soll Arzt oder Ärztin aufgesucht werden
Die betroffenen Produkte finden sich unter: https://go.apa.at/SPIfLmJP “Wer ein solches Produkt zu Hause hat, sollte es nicht mehr verwenden, sondern zurückbringen”, riet das Ministerium.
Bei gesundheitlichen Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Für Fragen zu Produkten und Rückgabe steht das Nestlé-Verbraucherservice-Team zur Verfügung: Telefon: 0800 23 44 944 (werktags von 9:00–17:00 Uhr)




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