Gefängnis voll - „Boss“ kommt nach Trient

Operation „Bersaglio“: Ein Geschäft als Drogenumschlagplatz

Donnerstag, 22. Juni 2017 | 13:00 Uhr
Update

Bozen – Am heutigen Donnerstag findet für drei der Männer, die bei der Carabinieri-Operation „Bersaglio“ gegen den illegalen Drogenhandel verhaftet worden sind, das Garantieverhör im Bozner Gefängnis statt. Bekanntlich wurden am Dienstag 13 Haftbefehle vollstreckt. Umschlagplätze für Haschisch, Marihuana und Kokain waren offenbar neben einer Wohnung in der Riva del Garda-Straße auch ein Bekleidungsgeschäft in der Landeshauptstadt, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Auch bei der Verwandten eines Verhafteten soll für einen gewissen Zeitraum ein knappes Kilogramm Marihuana gelagert worden sein.

Der Mann ist für die Ermittler kein Unbekannter. Es handelt sich um den 24-jährigen Fatmir Muhaj aus Albanien, der verdächtigt wird, der „Boss“ des mutmaßlichen Drogennetzwerks, das vor allem in Oberau aktiv war, zu sein. Weil das Bozner Gefängnis wieder voll belegt ist, sitzen Muhaj und vier weitere mutmaßliche Mittäter in Trient ein.

Auch Muhaj wird am heutigen Donnerstag angehört, voraussichtlich wird er aber die Aussage verweigern. Ein weiterer Verdächtiger wurde in Padua verhaftet und wird dort vom Untersuchungsrichter vernommen.

Aufgrund von Telefongesprächen, die abgehört wurden, sowie von Autos und einer Wohnung, die verwanzt wurden, sammelten die Ermittler Beweise für den wiederholten Verkauf kleinerer Drogenmengen – auch in der Nähe von Schulen. Außerdem soll es Beweise für telefonische Drogenbestellungen und Transporte geben.
Bereits im Mai landete einer der Verdächtigen im Gefängnis, nachdem er mit fünf Kilogramm Marihuana erwischt worden war, die er in Apulien gekauft haben soll. In einer Wohnung in der Riva del Garda-Straße in Bozen soll über einen längeren Zeitraum Haschisch, Marihuana und auch Kokain angeliefert worden sein, wo die dann sowohl von Mittelsmännern als auch „kleineren Fische“ abgeholt wurden.

Anschließend sollen die Verdächtigen ein Bekleidungsgeschäft in Bozen als Umschlagplatz genutzt haben. Die Männer sollen gut organisiert gewesen sein: Während ein Komplize draußen Schmiere stand, ging ein zweiter ins Geschäft und deckte sich mit der heißen Ware ein.

Wie berichtet, ist unter den Inhaftierten auch ein italienischer Staatsbürger, und zwar der 19-Jährige Patrik Oronzo Scisco, der in Barletta geboren wurde und in Kaltern wohnhaft ist. Weiters sitzen neben Scisco und Muhaj noch der der 41-jährige Albaner Ilir Nurja und sein 27-jähriger Landsmann Aris Dallaku hinter Gittern. Bei den weiteren Verhafteten handelt es sich um David Drenova (20 Jahre, Albanien), Iljan Kellciu (20, Albanien), Ergyst Dalipi (24, Albanien), Ali Aftab Khan (24, Pakistan) und Malik Fazal Safi (29, Afghanistan). Unter Hausarrest gestellt wurden der 37-jährige Bozner Manuel Amorelli, die 33-jährige Lucia Platter aus Bozen, der 41-jährige Giulia Dibello aus Barletta und der 21-jährige Albaner Ledjo Geca.

© rc

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

7 Kommentare auf "Operation „Bersaglio“: Ein Geschäft als Drogenumschlagplatz"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
witschi
witschi
Universalgelehrter
1 Monat 12 h

gea schickts den schwerverbrecher doch für immer in seine heimat, von mir aus mit kind und kegel

Staenkerer
1 Monat 11 h

jo klor mitsomt den erben der orbeit!
wenn insre politiker wirklich moanen mir brauchn verbrecher im lande, nor müaßn se de nit importiern, wenns schun sein muaß solln se es sogn, des derichn mir a no selber, mir welln holt a gleich viel unterholtszohlung u. 🙈🙉 bonuse dafür … (letz. bitter iron.)

Staenkerer
1 Monat 11 h

i wett in an gfängnis von albanien war plotz für olle u. jo nor entnkolltn!!!
war nit lei billiger für ins sondern a gfängnisplotzgport für de nächsten ….

brunecka
brunecka
Tratscher
1 Monat 10 h

gonz ginau staenkerer!!!! Staenkerer for prasident

Mastermind
Mastermind
Grünschnabel
1 Monat 5 h

Gefängnis? Würde eher wie in Amerika und Russland Straflager einführen, weil in der EU, Gefängnisse zu 3 Sterne Hotels verkommen sind, das einzige was sie dir nehmen ist die Freiheit, sonst ändert sich für die gar nichts. Sprich Strafe sieht anders aus. Sollte wie in Russland sein, wo man froh ist lebendig aus einem Knast raus zukommen. Resozialisieren kann man sowieso vergessen, sieht man ja in Deutschland wie “gut” es funktioniert.

Marta
Marta
Superredner
1 Monat 11 h

der Boss hat natürlich Anrecht,auf gute Unterkunft und Verpflegung !!!

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
1 Monat 29 Min

Albanien? und olle bewegen sich do wie sie wollen.

welche freiheit wurdè uns versprochen? diese will ich nicht!

wpDiscuz