Von: mk
Bozen – Auf Anordnung von Quästor Giuseppe Ferrari hat die Staatspolizei auch am Mittwoch verstärkte Kontrollen in Bozen durchgeführt. Unterstützt wurden die Bozner Beamten von einer Sondereinheit der Polizei aus der Lombardei. Besonderes Augenmerk legten die Ordnungshüter unter anderem auf belebte Zonen wie den WaltherPark. Insgesamt wurden 111 Personen identifiziert und 21 Fahrzeuge kontrolliert.
Der folgenreichste Einsatz ereignete sich am späten Abend in der Bozner Altstadt. Dank eines Zeugenhinweises konnten Polizeibeamte einen 18-jährigen Marokkaner auf frischer Tat wegen Einbruchs verhaften. Der junge Mann, der bereits polizeibekannt ist, hatte das Tor einer Garage aufgebrochen und war gerade dabei, diese zu durchsuchen.
Bei ihm wurde ein Schraubenzieher als Tatwerkzeug sichergestellt. Er befindet sich nun in den Sicherheitszellen der Quästur.
Außerdem wurden am selben Abend drei Marokkaner angezeigt, nachdem sie widerrechtlich in ein leerstehendes Gebäude am Stadtrand eingedrungen waren. Das Gebäude wurde zwangsgeräumt.
Untertags wurde Anzeige gegen einen Einheimischen wegen Beamtenbeleidigung erstattet, ein Tunesier wurde wegen gefährlichen Werfens von Gegenständen angezeigt, während ein Marokkaner einer Anzeige kassierte, weil er sich geweigert hatte, sich auszuweisen.
Sechs Personen – fünf Männer mit Migrationshintergrund und eine einheimische Frau – wurden angezeigt, weil sie einen Platzverweis missachtet hatten und sich trotz Verbots im Bozner Stadtgebiet aufhielten.
Ein Nigerianer, der erst am Sonntag wegen Diebstahls verhaftet worden war, wurde unterdessen unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ins Abschiebezentrum nach Gradisca d’Isonzo überführt, da er über keine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügt. Dort wartet er auf die die Rückführung in seine Heimat.




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