Der Prozess wurde am Landesgericht Wien verhandelt

Prozess um Home Invasion bei 88-Jähriger gestartet

Dienstag, 28. Juli 2026 | 11:05 Uhr

Von: apa

Wegen einer Home Invasion unter schwerer Gewaltanwendung im vergangenen Dezember hat sich am Dienstagvormittag ein 19-Jähriger am Wiener Landesgericht verantworten müssen. Der Mann hatte sich als Installateur ausgegeben und eine damals 88-Jährige in ihrer Wohnung ausgeraubt. Die Pensionistin erlitt dabei schwere Verletzungen. Der Serbe musste sich zudem wegen eines versuchten Raubes im April in der Wohnung eines Mannes zusammen mit vier Mitangeklagten verantworten.

“Er hat das Opfer nicht geschlagen”, beteuerte sein Verteidiger am Dienstag vor dem Richter. “Es tut ihm sehr leid.” Sein Mandant habe seit längerem mit Spielsucht zu kämpfen. Der Angeklagte zeigte sich vor der Richterin vollumfassend geständig.

Angeklagter flog nach missglücktem Coup auf

Der 19-Jährige war zusammen mit einem Komplizen, der bei dem Prozess am Dienstag nicht geladen war, am 18. Dezember in das Wohnhaus des betagten Opfers im niederösterreichischen Langenzersdorf unter dem Vorwand von Installateurarbeiten eingedrungen. Laut Staatsanwaltschaft wurde die Frau nach Überwältigung geschlagen und mit einem Leintuch gefesselt. Der 19-Jährige soll das Opfer bewacht haben, während sein Komplize das Haus der Frau nach Wertgegenständen durchsuchte. Letztlich erbeuteten die beiden Männer nur einen geringen Bargeldbetrag.

Das Opfer konnte sich schließlich selbst befreien. Ihr Nachbar verständigte daraufhin die Einsatzkräfte. Sie wurde bei dem Überfall schwer verletzt.

Der 19-Jährige ging der Polizei schließlich im April nach der missglückten Home Invasion in Wien zusammen mit seinen vier Bekannten ins Netz. Durch einen DNA-Abgleich wurde ihm auch die Tat in Langenzersdorf zugeordnet. Sein Komplize wurde wenig später von der Polizei in Bosnien festgenommen.

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