Pisteneinheit der Polizei zieht Bilanz

„Schlimmeres wurde oft verhindert“

Donnerstag, 26. April 2018 | 11:26 Uhr

Obereggen/Kolfuschg – Die Pisteneinheit der Staatspolizei, die über Außenstellen in Obereggen und in Kolfuschg verfügt, war auch in diesem Winter im Einsatz, um die Sicherheit von Skifahrern, Snowboardern und auch sonstigen Schneeliebhabern zu gewährleisten. Nach dem Saisonende wird Bilanz gezogen.

Beamte der Pisteneinheit müssen eine spezielle Ausbildung im alpinen Trainingszentrum der Staatspolizei in Moena absolvieren. In erster Linie werden sie darauf vorbereitet, auch unter extremen Wetterbedingungen in einer Notsituation in Höhenlage richtig zu reagieren und anderen zu helfen.

Allein in Obereggen waren in der vergangenen Saison 400 Eingriffe wegen Unfälle oder Übelkeit auf der Piste nötig. In einigen Fällen verhinderte gerade das rasche Eingreifen der Polizei, dass sich die Situation verschlechtert hat.

Quästur

Bestes Beispiel dafür ist ein zehnjähriges Mädchen aus Polen, das mit seinem Schlitten im Skigebiet Obereggen gestürzt ist. Das Kind klagte über starke Schmerzen auf der linken Bauchseite. Die Polizei kümmerte sich um die Erstversorgung und stellte sicher, dass das Mädchen ruhig bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers liebengblieb. Das Kind wurde ins Bozner Krankenhaus geflogen.

Ähnliches geschah im Fall einer 48-jährigen Frau, die im Skicenter Latemar in der Gemeinde Deutschnofen zu Sturz gekommen war. Sie hatte starke Schmerzen am linken Oberschenkel. Auch diesmal brachte die Polizei die Patientin in Sicherheit und räumte die Piste, bis der Rettungshubschrauber eintraf.

Einen wichtigen Stellenwert in der letzten Saison hat auch die Präventionsarbeit der Pisteneinheit der Polizei eingenommen. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Weißen Kreuzes und der Bergrettung haben die Beamten Grund- und Mittelschüler über Verhaltensregeln und über die Beschilderung auf der Piste unterrichtet. Außerdem wurde den Schülern beigebracht, wie man sich um Fall eines Skiunfalls verhalten soll.

Gleichzeitig hat die Pisteneinheit der Polizei ihre Tätigkeit auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der Night Show im Skigebiet Obereggen wurde vor Touristen und Einheimischen ein Rettungseinsatz mit dem Motorschlitten simuliert.

Quästur

Von: mk

Bezirk: Pustertal, Salten/Schlern

Kommentare

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2 Kommentare auf "„Schlimmeres wurde oft verhindert“"


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heinold
heinold
Grünschnabel
1 Monat 1 h

Wir brauchen die Polizei auf den Strassen nicht auf den Pisten, denn auf den Strassen herrscht Krieg. Jede Liftgesellschaft soll für die Sicherheit der Benutzer gefällig selbst sorgen und nicht die Allgemeinheit. 

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
1 Monat 1 h

Wann werden denn Ärzte und Krankenpfleger Polizeiliche Kompetenzen übernehmen dürfen…?

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