Geisler dankt Osttirols Waldaufsehern für unermüdlichen Einsatz

Sechs Millionen Euro für Aufräumarbeiten im Osttiroler Wald

Freitag, 24. Januar 2020 | 11:14 Uhr

Lienz – Die enormen Waldschäden infolge des Sturmtiefs VAIA Ende Oktober 2018 waren noch nicht aufgearbeitet, als Osttirols Wälder im November 2019 durch den massiven Wintereinbruch neuerlich schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Allein für die Beseitigung der Schneebruchschäden stellt das Land Tirol aus dem Katastrophenfonds sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Das Land Tirol hat nunmehr – wie auch schon im Zuge der Sturmkatastrophe VAIA – ein eigenes Programm zur Unterstützung der Aufräumarbeiten der Waldschäden nach den Schneefällen im November aufgelegt. Sechs Millionen Euro sind dafür veranschlagt. „Ohne entsprechende Unterstützung ist die Arbeit im Wald derzeit nicht einmal kostendeckend. Aber das Schadholz muss heraus, sonst kommt der Borkenkäfer hinein und zerstört unser Schutzschild Wald auf Generationen“, führt LHStv Josef Geisler aus. Der Holzpreis ist europaweit im Keller, doch die Aufarbeitung des Schadholzes ist aufwendig und teuer. Rund die Hälfte der entstehenden Kosten trägt die öffentliche Hand.

Gute Fortschritte

„Es ist eine Riesenherausforderung, das Schadholz aus dem Wald zu bringen und die Schutzfunktion des Waldes wiederherzustellen. Aber in einer gemeinsamen Kraftanstrengung sind wir auf einem guten Weg“, bedankte sich LHStv Geisler im Rahmen einer Veranstaltung zu den Schadereignissen bei den Waldaufsehern in den Gemeinden, den MitarbeiterInnen des Forstdienstes und auch den WaldeigentümerInnen. Sie alle sind wie auch die Fachkräfte seit über einem Jahr im Dauereinsatz.

Eine Spur der Verwüstung und 850.000 Kubikmeter Schadholz haben die beiden Katastrophenereignisse in Osttirol hinterlassen. Zum Vergleich: In ganz Tirol wurde im Jahr 2018 eine Million Kubikmeter Holz eingeschlagen. Bei der Beseitigung der Schneebruchschäden vom November ist man noch am Anfang, 70 Prozent der Sturmschäden von 2018 sind aber bereits aufgearbeitet. Zeitweise waren 50 Seilfirmen zugleich beschäftigt. Dort, wo aufgrund des fehlenden Schutzwaldes Siedlungsgebiete oder Verkehrswege besonders gefährdet waren, sorgt die Wildbach- und Lawinenverbauung in Zusammenarbeit mit dem Forst für entsprechenden Schutz.

Katastrophenmanagement funktioniert

„Es ist beeindruckend, was hier geleistet wird“, meint LHStv Geisler nicht nur in Richtung Forst. Bei den beiden Katastrophenereignissen massiv gefordert waren auch die Einsatzkräfte im Bezirk, die Einsatzleitung und die Behörde unter der Führung von Bezirkshauptfrau Olga Reisner sowie das Baubezirksamt und die Agrar Lienz. Gesperrte Straßen, weggerissene Ufersicherungen und überflutete landwirtschaftliche Flächen mussten freigeräumt, wiederhergestellt und rekultiviert werden. LHStv Josef Geisler: „Das Katastrophenmanagement und das Zusammenspiel aller Kräfte in Osttirol funktioniert. Aber ich hoffe, dass wir in nächster Zeit vor großen Schadereignissen verschont bleiben.“

Von: mk

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