Klimareport von Eurac Research analysiert Veränderungen

So wirkt sich der Klimawandel auf Südtirol aus – VIDEO

Dienstag, 17. April 2018 | 11:39 Uhr

Bozen – Mehr als 20 Wissenschaftler von Eurac Research – Klimaforscher, Biologen, Soziologen und Ingenieure – haben über ein Jahr lang Daten gesammelt und ausgewertet. Dabei arbeiteten sie eng mit mehr als 30 Experten der öffentlichen Verwaltung zusammen. Das Ergebnis ist ein umfassender Report über den Klimawandel in Südtirol, seine Ursachen und die Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft: auf Gletscher, Wasser, Flora und Fauna, Boden und Naturgefahren, auf Landwirtschaft und Tourismus, Siedlungen, Gesundheit und Verkehrsinfrastrukturen. Außerdem geben die Forscher konkrete Handlungsempfehlungen. Die Wissenschaftler stützen ihre Vorhersagen auf Langzeitdaten und mathematische Modelle, und entwerfen je nach Emissionsentwicklung optimistische und pessimistische Zukunftsszenarien.

Wenn unsere Emissionen in den nächsten Jahrzehnten nicht sinken, könnten die Sommertemperaturen in Südtirol bis zum Jahr 2100 um fünf Grad Celsius steigen; auf 1500 Metern wird Schätzungen zufolge bis zu 90 Prozent weniger Schnee fallen, was bedeutet, dass im Sommer immer weniger Wasser zur Verfügung steht. Jede Veränderung zieht wieder andere nach sich, es kommt zu einer Verkettung der Auswirkungen, die in den verschiedensten Bereichen spürbar werden: In der Land- und Forstwirtschaft beispielsweise begünstigen höhere Temperaturen die Ausbreitung von Schädlingen, außerdem kann der wachsende Wasserbedarf für die Bewässerung zu Konflikten mit anderen Sektoren führen.

Extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder schwere Gewitter können ebenfalls zunehmen. Die Schlammlawine, die im Sommer 2017 einen Zug im Oberpustertal blockierte, oder die Überschwemmungen in Bozen während der Gewitter im April des gleichen Jahres sind nur ein Vorgeschmack auf das, was uns in Zukunft häufiger erwarten könnte.

Das pessimistischste Zukunftsszenario, das die Forscher analysieren, geht von unveränderten Emissionen aus. Doch auch wenn die Emissionen ab 2040 sinken sollten, würde das die beschriebenen Auswirkungen zwar abmildern, jedoch nicht verhindern. „Wir können das Klima nicht exakt vorhersagen. Die Zusammenhänge sind sehr komplex und viele Einflüsse spielen eine Rolle. Trotzdem können wir aus Langzeitdaten und Computermodellen, etwa zu Temperatur, Bodenfeuchtigkeit oder Niederschlägen, Trends ablesen. Je besser die Daten, desto robuster die Prognosen“, erklärt Marc Zebisch, Geoökologe von Eurac Research und wissenschaftlicher Leiter des Projekts Klimareport.

Als wichtiges Instrument zur Beobachtung von Klimawandel und Klimafolgen wurden im Bericht mehr als 20 Indikatoren eingeführt, – mit deren Hilfe auch in Zukunft die Entwicklung genau beobachtet und die Wirkung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen erfasst werden kann – Beispiele sind die Anzahl der Frostnächte und Tropennächte, die Schneebedeckung oder die Längenveränderung der Gletscher.

Was tut Südtirol für den Klimaschutz? Welche Strategien im Umgang mit dem Klimawandel gibt es? Im Report analysieren die Forscher verschiedene positive Initiativen wie die KlimaHaus-Zertifizierung oder das Programm Green Mobility, das Elektrofahrzeuge subventioniert, aber auch umfassendere strategische Pläne wie den Klimaplan „Energie Südtirol 2050“, der das ehrgeizige Ziel setzt, die CO2-Emissionen pro Kopf um etwa zwei Drittel zu reduzieren. Fast die Hälfte dieser Emissionen wird vom Verkehr verursacht. Mehr Anreize für Elektrofahrzeuge und der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel für Touristen könnten diese Werte deutlich senken, so die Forscher. Was die Anpassung betrifft, also Maßnahmen, um uns auf die Klimaveränderungen vorzubereiten und mit ihren Folgen umzugehen, so stehen wir laut der Experten erst am Anfang. An erster Stelle der Handlungsempfehlungen steht hier das Wassermanagement: Es geht vor allem darum, weniger zu verbrauchen, zum Beispiel durch mehr Tropfenbewässerung und präzisere Systeme zur Überwachung der Bodenfeuchte; schon heute entfallen nämlich 60 Prozent der Bewässerung auf den Obstbau, und da mit zunehmender Erwärmung Äpfel und Trauben auch in höheren Lagen gedeihen, werden die Anbaufläche noch größer werden, und das bei tendenziell trockeneren Sommern.

„Dank eines Netzes von Monitoringstationen verfügt die Provinz über zuverlässige Messungen für die vergangenen 50 Jahre. Außerdem gewinnen die Forschungseinrichtungen laufend Informationen aus der Auswertung von Satellitendaten und aus spezifischen Messungen. Der Wert dieser Arbeit besteht darin, diese Informationen zu harmonisieren, zu interpretieren und ein umfassendes Bild des Phänomens zu zeichnen. So kann die Verwaltung die durchgeführten Maßnahmen besser überprüfen“, erklärt Roberto Dinale, stellvertretender Leiter des Hydrographischen Amts der Autonomen Provinz Bozen.

Der Klimareport kann kostenlos bei Eurac Research (Bozen, Drususallee 1) abgeholt werden; in digitaler Form findet ihr ihn unter www.eurac.edu/klimareport.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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35 Kommentare auf "So wirkt sich der Klimawandel auf Südtirol aus – VIDEO"


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anonymous
anonymous
Tratscher
5 Tage 20 h

Alles Blödsinn was die labern,Klimawandel hat es immer gegeben.und aufhalten kann den Wandel sowieso niemand

ivo815
ivo815
Kinig
5 Tage 20 h

Den menschengemachten Klimawandel hat es immer schon gegeben? So so

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
5 Tage 19 h

logisch hat es schon gegeben, aber nicht artifiziell vom sapiens hausgemacht!!! 8 Milliarden Menschen, weitere Milliarden Nutz- und Haustiere, und alle verbrauchen Ressourcen und bilden tonnenweise CO2. Und niemand ist bereit Lebensstil zu änderen! Unsere Enkelkinder werden uns lieb haben…

Staenkerer
5 Tage 19 h

i bin deiner meinung!
a bei den wissenschaftlern berufen sich viele darauf das es klimawndel ollm schun gab, a schun bevor es den mensch gab!
de arogante, selbstgefällige, seit 30- 20 johr schier allwissende deshalb ständig mehr verblödende spezies mensch orbeitet zwor mit großem erfolg daran seinen eigenen lebensraum zu zerstörn, ober es wetter und es klima zu beeinflußen oder gor zu beherschen oder darüber zu bestimmen, isch der schlicht, und dem schiksal sei dank, zu mikrig!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
5 Tage 19 h

Eigentlich sollte die Erder gerade auf eine Eiszeit zusteuern, aber da die Atmosphäre im Arsch ist, wird es wärmer.

forzafcs
forzafcs
Tratscher
5 Tage 17 h

@ivo815 Nur 3% des C02 sind Menschgemacht… das sag doch schon alles.

forzafcs
forzafcs
Tratscher
5 Tage 17 h

@iuhui 3% von C02 sind Menschgemacht! Unsere Enkelkinder werden über uns lachen und an den Klimaglaube.

werner66
werner66
Superredner
5 Tage 12 h

@ivo815 
Der menschen-gemachten Klimawandel ist ein Märchen. Dass besonders viele “Wissenschaftler” ihr Geld mit diesem Sekten- haften Gejammer verdienen, auch weil sie massiv Daten fälschen, ist mittlerweile jedem interessierten Menschen bekannt.
Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich eine Reise auf die Malediven. Laut Versprechungen der Klima Sekte müssten diese Inseln längst abgesoffen sein. 
Nicht der Meeresspiegel ist gestiegen, sonder nur die Preise.

yeah
yeah
Grünschnabel
5 Tage 12 h

@werner66 gott lass hirn regnen…

ivo815
ivo815
Kinig
5 Tage 3 h

@werner66 interessant ist, dass die „Sekte“ fast aller Wissenschaftler den Faktor Mensch in den Vordergrund stellt und nur ein kleiner Bruchteil das Gegenteil behauptet. Wäre noch spannend die Erklärung zu deiner Verschwörungstheorie zu lesen

ivo815
ivo815
Kinig
5 Tage 3 h

@forzafcs das sagt genau was? Dass 3% mehr CO2 bereits einen Einfluss auf das Klima haben. Die Welt wird davon nicht untergehen, allenfalls der Mensch

forzafcs
forzafcs
Tratscher
5 Tage 59 Min

@ivo815 Wird es wärmer ist es der Klimawandel wird es Kälter ist er das Klimawandel. In den letzen 15 Jahren sind die Temperaturen nicht gestiegen, und wer wars Natürlich der Klimawandel. 

ivo815
ivo815
Kinig
4 Tage 21 h

@forzafcs woher kommt der Quatsch von den nicht gestiegenen Temperaturen?

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
4 Tage 17 h

@forzafcs wo hast du den Unsinn denn her? Klar ist die Durchschnittstemperatur gestiegen, jedes Jahr werden neue Rekordwerte verzeichnet.
Und du könntest dich ruhig mal ein bisschen einlesen.
Wärmere Durchschnittstemperaturen sorgen dafür, dass der Golfstrom die Luft nicht mehr zirkulieren lässt, was zur Folge hat, dass es wärmer UND kälter wird. Höhere Spitzentemperaturen im Sommer, tiefere Werte im Winter, heftigere, dafür weniger Niederschläge, mehr Unwetter.
Und ja, insofern hast du Recht. Kalt oder warm … der Klimawantel war’s.

giggo
giggo
Neuling
5 Tage 20 h

mir sain lei von Idiotn umgeben de solln a mo in ondre Orte unfongen
 wos isch mit die gonzn Flugzeuge?

enkedu
enkedu
Kinig
5 Tage 13 h

unsere spezielle forschungseinrichtung forscht amom unter die fliager. wenn sell a no willsch brauchts a nuie einrichtung 😂

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
4 Tage 21 h

ja,ja sollen Die Anderen…es fängt bei Jeden von Uns an.Jeder kann was tun…und wer noch nicht selbst gemerkt hatt dass Es allgemein schlechten Zeiten zugeht…verschliesst Sich der Wahrheit.

Mamme
Mamme
Superredner
5 Tage 18 h

Das kann man glauben,oder auch nicht,denn wissen tun diese ganzen hochbezahlten Forscher auch nichts und die Politiker sind gut beim Geld beim Fenster rauswerfen.Klimawandel hat es immer gegeben und wird es immer geben,da können sie noch 100 Forscher zahlen.2-3 und noch mehr Doktorentittel und 0 Hausverstand

Staenkerer
5 Tage 14 h

👍👍 mit de geld sollte man de landwirtschaft und den rest auf des kommende klima anpassen, und dem entsptrechend umstrukturieren als unmengen geld den wissenschaftaftlern in den rachen zu werfn und in unabänderlichem zu investiern!
oanziger vorteil isch das der normalbürger über vermeidbare umweldsünden nochdenkt, ollerdings werd der gonze zinnober von lobbyisten eh lei wieder zum geldmochn missbraucht und sicher nit zur verbesserung von umwelt und natur!

Koefele
Koefele
Grünschnabel
5 Tage 20 h

Noch mehr Skigebiete besonders auf den Gletschern so werden die Gletscher auch wieder wachsen,durch den Müll.
Noch mehr Verkehr durch Südtirol dann wird die Atemluft filtriert und der Schnee wird grau und nicht immer das eintönige weiß.

forzafcs
forzafcs
Tratscher
5 Tage 17 h

Es gibt keinen menschgemachten Klimawandel. Ersatzreligion um Geld zu verdienen mehr nicht. 

yeah
yeah
Grünschnabel
5 Tage 12 h

und wo hosch du deine suoer infos her main lieber? thermodynamik studiert?

forzafcs
forzafcs
Tratscher
5 Tage 58 Min

@yeah Sieh dir den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik an un du wirst mir recht geben. 

Oberlaender
Oberlaender
Tratscher
5 Tage 18 h

elektroauto schön und gut aber woher kommt der gute strom??? atomstrom, braunkohle…..????

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
5 Tage 16 h

Sonne hätte man unendlich und gratis, genau deswegen ist sie nicht interessant, denn man kann nicht damit reich werden!

selwol
selwol
Grünschnabel
5 Tage 11 h

Wenn nur 40% der Mobilität auf Strom umsteigen würde,wären 
unsere Stromnetze hoffnungslos überlastet.
Viel mehr Sorge bereitet eigentlich das Versprühen von Nanopartikeln durch Flugzeuge.(Titan-Magnesium-Barium-Stronzium
und Aluminium).
Da sollte Marc Zebisch, Geoökologe mal Daten liefern,wieviel unsere Luft unsere Gewässer und Böden belastet sind.

cooler Typ
cooler Typ
Tratscher
5 Tage 20 h

Und wir müssen Klimahaus A bauen!!!

heinold
heinold
Grünschnabel
5 Tage 17 h

Klar, Klimawandel gibt es seit es den Planet Erde gibt. Daß Menschen den Klimawandel verursachen ist wissenschaftlich belegter Unsinn, ein Fake sozusagen. Vor 40 Jahren sah der Club of Rome die alles vernichtende Eiszeit voraus, während der UNO Klimarat eine vernichtende Hitzeperiode auf uns zukommen sieht. Wieso diese Hype: Es geht um nichts anders als einen gigantischen Finanztransfer von Nord nach Süd unter dem Motto: Die bösen Industrieländer vernichten die Zukunft der braven Entwicklungsländer.

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Grünschnabel
5 Tage 16 h

Keiner will den klimawandel aber die grössten plärrer wollen die globalisierung….

nixischfix
nixischfix
Tratscher
5 Tage 14 h

und wiedereinmal triff den Autofahrer die meiste Schuld, der Dieselmotor ist das Zünglein an der Waage, so die Wissenschaft…
Mit Verbreitung von apokalyptischen Zukunfts Aussichten sollte die Wirtschaft für Elektronische Fortbewegung angekurbelt werden! Die saubere Energie, dass ich nicht lache… Allerdings einen Wermutstropfen hat die ganze Sache, vor jeder Eiszeit wurde es markant wärmer… behauptet auch die Wissenschaft…

yeah
yeah
Grünschnabel
5 Tage 21 h

-> optimistic nihilismus

Blitz
Blitz
Superredner
5 Tage 12 h

Gscheider war, sie tatn eppas produziern ; onstott inser Steuergeld verhoazn !

Koefele
Koefele
Grünschnabel
4 Tage 19 h

Klimawandel hat es sicher immer gegeben, doch dass sich das Klima innerhalb einer Generation so stark verändert ist sicher die Industrie, Verkehr  und Ölheizungen am meisten beteiligt und nicht wie gerne betont  die private Holzfeuerung Es ist verwunderlich dass der Flugverkehr bei einem Forum über Klimaveränderungen kaum erwähnt wird, den Wissenschaftler zu folgen, stoßen Flugzeuge nur Wasserdampf aus obwohl sie mit Kerosin betrieben werden. Millionen Euro von Steuergeldern werden jetzt für die Forschung über den Klimawandel ausgegeben,wobei ein großer Teil der Verursachung durch die Wissenschaft und Wirtschaft  herbeigeführt wurde und auch schon Millionen von Steuergeldern verschlungen hat.

Koefele
Koefele
Grünschnabel
4 Tage 22 h

Wissenschaftler die Heute gegen den Klimawandel forschen haben den Klimawandel durch Erfindungen zum Großteil hervorgerufen.
Etwas mehr menschlicher Energie Einsatz an Stelle von Maschinen 
würde den Menschen und besonders der Natur nur gut bekommen.
Auch das Grundelement des Menschen Wasser ist heute schon für die Schneeerzeugung wichtiger als für die Bewässerung der Felder.

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
4 Tage 21 h

leute.Verabschiedet Euch von Dieselfahrzeugen,der Gesundheit zuliebe.Das Geld dass Ihr damit spart kosten Euch am Ende die Ärzte!!

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