Aiut Alpin Dolomites nur mehr bis Sonntag im Einsatz

St. Kassian: Dreijähriger stürzt ins Futterloch

Samstag, 07. Oktober 2017 | 16:19 Uhr

St. Kassian – Die Sommersaison neigt sich zwar dem Ende zu, doch dem Aiut Alpin Dolomites bleiben mehrere Einsätze trotzdem nicht erspart.

In St. Kassian im Gadertal ist auf einem Bauernhof ein dreijähriger Bub durch ein Futterloch gestürzt. Das Kind erlitt dabei erhebliche Kopfverletzungen und musste auf schnellstem Weg in die Neurochirurgie des Bozner Krankenhauses geflogen werden.

Der Vorfall hat sich bereits Ende September ereignet, wurde aber erst jetzt bekannt. In der letzten Septemberwoche gab es für das Team des Aiut Alpin Dolomites nur noch wenige Einsätze. Ausschlaggebend war einerseits sicher das schlechte Wetter, anderseits ist es unverkennbar, dass die touristische Sommersaison in den Dolomiten allmählich zu Ende geht.

Oberhalb von Corvara hat sich ein einheimischer Mann starke Verbrennungen am Gesicht und an den Armen erlitten. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde er unverzüglich ins Bozner Krankenhaus geflogen. Angesichts der Schwere der Verbrennungen ordneten die Bozner Ärzte dann die Überstellung des Patienten in das Krankenhaus Borgotrento von Verona an, das auf die Behandlung von Verbrennungen spezialisiert ist. Als der Hubschrauber wieder die Zentrale in Pontives anflog, war es bereits nach 20.00 Uhr und somit stockdunkel. Auch dieser Einsatz ist demnach nur dank der Ermächtigung für Nachtflüge zu Ende gebracht worden.

Es haben sich in der letzten Woche auch einige medizinische Notfälle ergeben, für die der Einsatz der Flugrettung angefordert wurde. Oft ging es darum, Personen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, schnellstmöglich ins Krankenhaus einzuliefern: In St. Ulrich waren es ein 74-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau. Auch in Rodeneck wurden die Flugretter zu einer Frau mit Verdacht auf einen Iktus gerufen.

In St. Leonhard im Gadertal zeigte ein 54 Jahre alter Tourist aus Chioggia deutliche Symptome einer schweren Lebensmittelallergie: Der Mann klagte über heftige Atembeschwerden und er wurde nach der Verabreichung einer Kortison-Spritze ins Brunecker Krankenhaus geflogen.

Im Altersheim von Völs war ein älterer Mann gestürzt und hatte sich den Kopf aufgeschlagen, auch für ihn wurde der Einsatz der Flugrettung angefordert, genauso wie für eine Frau aus Klobenstein, die während eines Spaziergangs plötzlich heftige Kreislaufprobleme beklagte.

Der Aiut Alpin wird noch bis einschließlich Sonntag einsatzbereit sein, dann wird die Tätigkeit für die Sommersaison 2017 eingestellt.

Von: mk

Bezirk: Pustertal, Salten/Schlern

Kommentare

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2 Kommentare auf "St. Kassian: Dreijähriger stürzt ins Futterloch"


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Grünschnabel
14 Tage 19 h

Oh, das Futterloch. Eigentlich müsste das Futterloch im Sinne der Arbeitssicherheit mit einem Zaun gesichert werde. Andererseits wird bei sehr vielen Unfällen das Futterloch als Unfallstelle angegeben, wenn der Unfall auch an einer anderen Stelle passierte, meist bei der Schwarzarbeit auf einer Baustelle.

thomas
thomas
Superredner
14 Tage 20 h

salut Alpin

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