Auch Jugendliche sind gefährdet

Suizid: Reden rettet Leben

Mittwoch, 17. Mai 2017 | 12:00 Uhr

Bozen – 15 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 22 Jahren haben in Südtirol in den vergangenen 15 Monaten Suizid begangen. „Vor allem junge Männer scheinen untereinander nicht darüber zu sprechen, viele wollen mit den Lehrern nicht reden, mit den Eltern können sie nicht“, erklärt Marlene Kranebitter, Psychologin, Vizedirektorin des Berufsschulzentrums Bruneck und Leiterin der Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes, gegenüber dem Tagblatt Dolomiten.

Die Zahl bei den Erwachsenen, die diesen Weg wählen, ist noch höher. Im Durchschnitt nimmt sich jede Woche ein Südtiroler selbst das Leben. Dazu kommt eine Dunkelziffer, denn auch Verkehrs- oder Bergunfälle können versteckte Suizide sein.

Unter den 15 Jugendlichen war nur ein Mädchen. „Es ist wohl so, dass Mädchen eher miteinander über Persönliches reden. Junge Männer haben zwar eine Clique, da geht es dann aber um Motorräder oder die nächste Party“, erklärt Kranebitter gegenüber den „Dolomiten“.

Sie kannte vier der Jugendlichen persönlich, die Suizid als einzigen Ausweg gesehen haben. Wie ein Lauffeuer habe sich die Nachricht über die sozialen Netzwerke und WhatsApp verbreitet. „Wir arbeiten gerade mit den Klassenkameraden des jüngsten Opfers. Es zeichnet sich ab, dass vor allem die jungen Männer nicht wissen, wie es den anderen geht“, erklärt Kranebitter.

Man müsse die Jugendlichen animieren, miteinander zu reden, sich zu erzählen, wie es ihnen gehe, ist Kranebitter überzeugt. An der Hotelfachschule gebe es zwei große Chillräume, was sie gut findet. Die Schüler würden Karten spielen und in ihre Handys schauen. Aber es finde auch ein Austausch statt, betont die Psychologin.

Familienzeit sei ebenfalls wichtig. „Ich stelle fest, dass es allen Familienmitgliedern in dieser hektischen Zeit immer wichtiger zu sein scheint, Zeit zusammen zu verbringen“, betont Kranebitter laut „Dolomiten“. Ihr Vorschlag lautet: mindestens ein gemeinsames Essen pro Tag. „In meiner Familie haben wir das gemeinsame Frühstück durchgezogen“, erzählt sie. Gemeinsame Urlaube seien auch bei Teenagern etwas Besonderes. Zwingen sollte man aber niemanden dazu.

Kranebitter haben die Suizide vor allem im Raum Pustertal sehr betroffen. „Die Einführung von Schulpsychologen wäre sicherlich auch eine tolle Sache. So selbstverständlich man bei Grippe zum Hausarzt geht, so selbstverständlich sollte es werden, bei Problemen, die schwer wiegen, zum Psychologen zu gehen“, betont Kranebitter laut „Dolomiten“.

Die Gründe, die vor allem männliche Jugendliche in den Suizid treiben, sind vielfältig. „Sicherlich haben sie es sehr schwer, in der heutigen Gesellschaft in ihre Rolle zu finden: Ein Mann soll kein Weichei sein, aber auch kein Macho, er soll die Familie ernähren und einen guten Job haben, zugleich soll er aber auch Zeit für die Familie haben. Wer kann das schaffen?“, fragt Kranebitter im Gespräch mit den „Dolomiten“. Auch ein Mann, der nur zu Hause sei, müsse sich Kommentare anhören wie: „Bei dem daheim hat wohl die Frau die Hosen an.“

Durchschnitt sei auch nicht erlaubt: Im Sportverein oder in der Musikschule gebe es Konkurrenz und Leistungsabzeichen, bereits kleine Kinder müssten Spiele spielen, die frühkindliche Förderung beinhalten.

„Mit 16, 17 Jahren geht es weiter: Da darf man sich dann auch keinen Sommer einfach nur so vertreiben, ohne zu arbeiten. Da heißt es dann schon im Familienkreis: Du musst dich umschauen!“, sagt Kranebitter laut „Dolomiten“. Sie spricht sich deutlich für mehr Freiraum, Zeit zum Nichtstun und Zuhören aus.

Hilfe rund um die Uhr

Eine gute Anlaufstelle für Menschen in Suizidgefahr sind zu jeder Tages- und Nachtzeit die Notaufnahmen der Krankenhäuser Bozen, Meran, Brixen und Bruneck. Aber auch die Zentren Psychischer Gesundheit und Psychologischen Dienste des Sanitätsbetriebs, Hausärzte, privat arbeitende Psychiater und Psychologen können mit schweren seelische Krisen umgehen.

Telefonberatung gibt es von Young+Direct für junge Leute (Grüne Nummer 840 036 366; WhatsApp 345 0817 056; Mail: online@ young-direct.it; Facebook: Young+Direct Beratung Consulenza), von telefono amico (800 851 097) sowie von der Telefonseelsorge der Caritas rund um die Uhr (Tel: 840 000 481).

Beratung zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen bieten die Selbsthilfevereinigung psychisch Kranker „Lichtung/Girasole“ (Tel. 0474/53 02 66) und der Verband der Angehörigen psychisch Kranker (Tel. 0471/26 03 03).

Angehörige von Suizidopfern haben oft unter Selbstvorwürfen, Schuldgefühlen und Scham zu leiden. Die Caritas-Hospizbewegung bietet deshalb auch für sie Begleitung an. Wer diese in Anspruch nehmen möchte oder Informationen sucht, kann sich an Caritas-Dienst (Tel. 0471/30 43 70; E-Mail: hospiz@caritas.bz.it) wenden.

Grüne Anfrage: Hilferuf der Helfer

Jüngste Interviews der Obfrau der Südtiroler Notfallpsychologie beim Weißen Kreuz und stellvertretende Schulleiterin, Marlene Kranebitter, machen betroffen. Dies erklären die Landtagsabgeordneten der Südtiroler Grünen, Riccardo Dello Sbarba, Brigitte Foppa und Hans Heiss

Die erfahrene, nicht zum Alarmismus neigende Psychologin habe nach mehreren Selbstmorden Jugendlicher in ihrem Einzugsgebiet im Eisack- bzw. Pustertal dringend zu neuen Wegen der Ursachenforschung und Prävention aufgerufen. Diskretes Schweigen helfe nicht mehr, die Omnipräsenz sozialer Medien mache Fälle rasch bekannt, mit unabsehbaren Folgen und Nachahm-Effekten, warnen die Grünen.

Zudem habe sich die soziale und existenzielle Situation Jugendlicher, zumal von Burschen, gegenüber jener vor zehn bis 15 Jahren stark gewandelt. Neben der Gefährdung Jugendlicher seien aber auch nicht ältere Personen außer acht zu lassen, die aufgrund stetig erhöhten Lebensalters und damit verbundener Beschwerden und Minderung von Lebensqualität gleichfalls wachsenden Risiken unterliegen.

Die Grünen richten folgende Anfrage an die Südtiroler Landesregierung: „Haben inzwischen Experten und soziale Organisationen in einem Hearing oder Informationsaustausch erste Diagnosen der Gesamtsituation erhoben? Wie lassen sich bislang bewährte Netzwerke und Strategien auf die neue Lage umstellen?“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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45 Kommentare auf "Suizid: Reden rettet Leben"


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denkbar
denkbar
Superredner
6 Tage 11 h

Das Problem ist so komplex und da gibt es kein Patentrezept, aber wäre es nicht wichtig,
dass man Menschen von ganz klein an Lebenskompetenzen lernt, d.h. dass man Kindern auch mal ein Problem zumutet, damit sie lernen wie man Probleme löst;
dass man die Menschen lehrt, dass nicht alles perfekt sein muss und dass man sich der eigenen Unzulänglichkeiten nicht schämen muss, dass man sie lehrt, dass es immer Hoffnung gibt, anstatt ihnen vorzugaukeln heute gehe schlimmer als früher und es gehe eh alles den Bach runter?

 

Eppendorf
Eppendorf
Tratscher
6 Tage 8 h

Du schreibst selbst, dass es komplex ist, war dann der Versuch einer simplen Erklärung?

denkbar
denkbar
Superredner
6 Tage 6 h

@Eppendorf Nein, absolut nicht! Das sind Anregungen, was man schon mal tun könnte im ganzen Spektrum der Möglichkeiten. Die alleine werden nicht ausreichen, da wird man auch noch viel mehr sensibilisieren müssen, dass Depressionen genauso behandlungsbedürftig sind wie Tumoren und dass man sich für die genauso wenig schämen muss, wie für eine andere Krankheit und vieles, vieles mehr!
Ich versuche aus meiner Berufserfahrung heraus Impulse zu geben!

Eppendorf
Eppendorf
Tratscher
6 Tage 1 h

@denkbar
Da hast Recht, zuerst bräuchte es aber mal eine Aufklärung was Depressionen sind, mindestens 90% haben keine Ahnung, damit die Stigmatisierung der Erkrankten aufhört.
Dann auch, dass die Schulmedizin bei Depressionen kein Werk des Teufels ist, da manche Depressiven die Medikamente ausreden wollen. Und am Ende eine funktionierende psychologische Betreuung in Südtirol, da diese sehr zu wünschen übrig lässt.

Ladinerin
Ladinerin
Grünschnabel
6 Tage 34 Min

@denkbar Ich gebe dir zu 100% Recht. Zum Einen ziehen wir unsere Kinder so auf, dass sie Ängste vor Herausforderungen haben und relativ schnell resignieren. Andererseits bleibt meine Generation auch nicht verschont, trotz dass wir anders erzogen wurden. Leistungsdruck?, Perfektionismus?, Überforderung durch zu viele Rollen im Alltag (Mutter sein, arbeiten, eine gute Ehefrau sein). Auch wenn man informiert, wenn du selber in einer Depression bist, merkst du es nicht!!!! Da braucht sensible Mitmenschen, die Einem helfen Hilfe anzunehmen, sei es medikamentöse Therapie wie auch psychologische Begleitung

LoennebergerMichel
LoennebergerMichel
Grünschnabel
5 Tage 23 h

@denkbar

toller, reifer kommentar zu solch schwieriger problematik. Oanfoch lei 👍👍👍

erika.o
erika.o
Tratscher
6 Tage 10 h

Schlimm wenn sich Menschen, besonders junge, dazu entschließen selbst dem Leben ein Ende zu setzen .
Wie dunkel muß deren Welt wohl sein.
Und noch schlimmer…
die Angehörigen, Freunde, Bekannte, die mit der Tatsache und den sich selbst machenden Vorwürfen zurück bleiben müssen.
Meist ist es so, daß Nahestehende, von dem Vorhaben gar nichts bemerken.
Erst im Nachhinein fallen bestimmte Aussagen und Reaktionen auf.
Man kann bestimmt nicht erahnen wieviel Kraft es braucht sowas zu verarbeiten.
Deshalb denk ich, sollten Menschen die mit dem Suizitgedanken spielen,
besonders an seine Umgebung, an seine Mitmenschen denken, die, manchmal fürs ganze Leben, unglücklich zurückbleiben müssen.

Clemmy
Clemmy
Neuling
6 Tage 9 h
Sehr oft passieren Suizidgedanken genau aus diesem Grund. Man ist immer und jederzeit für andere da, man fühlt sich verpflichtet und möchte allen helfen, aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man nicht mehr kann und selbst denkt man ist nur Ballast für Familie und Freunde.  In solchen Momenten möchte man niemanden verletzen, man möchte aber einfach alles dafür tun, damit es aufhört.  Der Gedanke von dir, dass man an die Umgebung und Mitmenschen denken soll, da die das ganze Leben lang unlücklich sind, ist vollkommen richtig!  ABER und dies ist das große Aber.. Wenn ich so verzweiflet bin… Weiterlesen »
giftzwerg
giftzwerg
Superredner
6 Tage 9 h

erika.o
Deshalb denk ich, sollten Menschen die mit dem Suizitgedanken spielen,
besonders an seine Umgebung, an seine Mitmenschen denken, 

also wirklich,wenn es  mir schlecht geht ,sehr schlecht ,dann ist es sicher das letzte was ich denke  :  “wenn ich mir was antuhe leiden die anderen ein ganzes leben lang” 
  ich sehe die anderen gar nicht ,womöglich gebe ich ihnen sogar die schuld für meine misere

erika.o
erika.o
Tratscher
6 Tage 6 h

@ Clemmy & giftzwerg
aber … ja aber
Meine Gedanken waren… jedem von uns geht es einmal besser
einmal schlechter und nach jedem Tief kommt ganz bestimmt auch ein Hoch, so ist zumindest, meine Lebenserfahrung.
Deshalb , wär ich der Meinung, sollte man diese Menschen zum Nachdenken bewegen, damit sie, vielleicht, ihre Absichten überbrücken können, denn
Probleme gibt es immer und immer wieder
und sie sind da um gelöst zu werden,
denn EINEN Ausweg gibt es tatsächlich IMMER .
… und der muss NICHT mit Suizit enden.

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Grünschnabel
6 Tage 6 h

@Clemmy du hast vollkommen recht, ein Mensch dem alles egal ist, der hat solche Gedanken nicht, betreffen tut dies nur wohlwollende Menschen, denen aber oft auf irgendeine Weise übel zugesetzt wird!

denkbar
denkbar
Superredner
6 Tage 6 h

@giftzwerg Wer schwere Depressionen hat, ist in der Krankheit so gefangen, dass er nicht an andere denken kann. Diese Leute brauchen ärztliche Hilfe und den Beistand ihrer Mitmenschen.

Staenkerer
6 Tage 54 Min
@erika.o i glab es gib verschiedene auslößer für suizit, de long gehegten, ob. verheimlichten gedonkn in den tot zu gehen, ba de man a im nochhinein koane onzeichn findet, depresive, de trotz behondlung u. viele gespräche den freitot suachn u.nsicher a spontantaten, de plötzlich mit an problem ( ba junge, schun wieder a schlechte note, liebeskummer usw.) konfrontiert wern der zu an “aussetzer” führt, u. siche no viele fasettn! i honn mit an sehr inteligenten, belesenen monn longe gespräche gführt, der olln grod außer gsog hot das er, wenn seine mama nimmer isch, sich umbring, jede psychiatrische hilfe obgelehnt hot… Weiterlesen »
Staenkerer
6 Tage 53 Min

@denkbar stimmt!

erika.o
erika.o
Tratscher
5 Tage 23 h

@Staenkerer
👍du hast sicher vollkommen recht …
man meint wohl es müsste doch, und macht sich so seine Gedanken, aber
kann sich keinesfalls ins tiefste Innere des Anderen hinein versetzen.

der echte Aaron
der echte Aaron
Grünschnabel
5 Tage 23 h

@erika.o 
……nach jedem Tief kommt ganz bestimmt auch ein Hoch. Da kann ich ihnen nicht rechtlassen. Weiss es aus eigener Erfahrung, nach dem tief geht es noch tiefer. Das tief hat keinen Boden. Was machen sie dann??

erika.o
erika.o
Tratscher
5 Tage 7 h

@der echte Aaron

bei solchen Themen ist es immer sehr schwer sich als “Ausenstehender” hinein zu fühlen.
Man macht sich halt so seine Gedanken.
Wär man aber selbst betroffen würde bestimmt alles ganz anders aussehen.
Deshalb hätte wir, ( zum Glück) Nichtbetroffe gar nicht das Recht hier mitzurede und zu urteilen.

peterle
peterle
Tratscher
6 Tage 9 h

Es hat sich als nichts geändert. Hatte vor ca. 20 Jahren einen Suizidversuch hinter mir. Nach der Aufnahme im Krankenhaus, ein Zwangsgespräch mit einem Psychiater. Danach wurde ich entlassen und mir selbst überlassen.

Steuerzahlerin
Steuerzahlerin
Tratscher
6 Tage 7 h

peterle, es gibt nur 1+, hätte dir gerne 1.000.000 plus gegeben für deinen Eintrag, So sieht die Realität aus. Zwangsgespräch blablabla und dann tschüss. wia auch jetzt nur blablabla in den Schulen und auch was man in den Zeitungen liest. in der Schule fehlt die Aufmerksamkeit und die Beobachtungen der Prof. Es zählen nur mehr die Genie’s und der Rest ……….

denkbar
denkbar
Superredner
6 Tage 6 h

@peterle – das ist wirklich eine Schande, wenn Patienten dann sich selbst überlassen werden. Eigenverantwortung ja, aber ein Hilfeangebot braucht es unbedingt, wie z.B. eine Selbsthilfegruppe!

Eppendorf
Eppendorf
Tratscher
6 Tage 1 h

@Steuerzahlerin
Es ist nicht zielführend immer nur bei den anderen die Schuld zu suchen. Schlußendlich können sich auch Depressive nur selbst helfen, denn wenn sie die angebotene Hilfe nicht annehmen und meinen es besser zu wissen, endet dies meistens nicht sonderlich gut.

Snoopy
Snoopy
Grünschnabel
6 Tage 1 h

Das glaube ich dir nicht.

Staenkerer
6 Tage 36 Min

@Eppendorf i bin mit a depresiven mir lieb u. teuren mensch großgwortn u. honn irgendwann verstondn das a richtige depresion, naiv u. simpel ausgedrückt, wie a foll in a dunkles loch isch, je noch stärke der depresion von a grube bis zu a tiefer schlucht, u. es fehlt licht u. leiter! es brauch viel zeit u. guten zuspruch licht u. leiter de man reicht anzunehmen u. no einiges dazua de leiter hoch zu klettern, alloan schot des kaum jemand! wos bleib isch de ongst dasxes wieder passiert, wos oft genua der foll isch!

peterle
peterle
Tratscher
6 Tage 17 Min

@Snoopy
Glauben überlasse ich seitdem der Kirche. Habe mir selbst geholfen und durch ein weiteres Erreignis seit gut vier Jahren keine Kirche mehr besucht da der Ursprung von Psychologie dort zu suchen ist was heisst dass auch die Fehler vielfach dort zu orten sind.

Oma
Oma
Grünschnabel
5 Tage 23 h

@peterle
die wurzel allen übels hast auch du gefunden……sie auszureißen ist leider sehr schwierig.

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
6 Tage 9 h

…lei mitn reden werd’s net getun sein… 😇

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
6 Tage 6 h

@ Dublin

…und wie…hilft viel

besser reden als still sein

mit still sein, unterdrückt man sich..

😍😘

Eppendorf
Eppendorf
Tratscher
6 Tage 5 h

Kommt darauf an, die sind in einem Tunnel, wenn man sie rauskriegt, hat es gereicht.

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
6 Tage 9 h
Jeder Suizid, jeder Suizidversuch, jede Suizidankündigung haben einen Grund.  s gibt zweierlei Suizidprobanden, die Einen, welche ihn einfach tätigen und zum Anderen Diejenigen, welche den Suizid androhen, um Aufmerksamkeit zu erreichen, um Jemanden zum Reden zu haben.  Das Problem bei vielen Suizidprobanden ist, dass sie im wahren leben Niemanden haben, um zu reden, denn sie fühlen sich in eine kalte unwirkliche, verheuchelt und verlogene Gesellschaft hineingeboren.  Die Meisten Menschen sind eben sind oberflächlich, hinterfotzig, dass viele auch deshalb Angst haben, über ihre Probleme zu reden.  Als Alternative wäre das Gespräch mit einem Psychologen…wenn dann diese immens langen Wartezeiten nicht wären,… Weiterlesen »
Staenkerer
6 Tage 3 Min

du schreibsch “… die meisten menschen sind …” sicher sein depresive a mit solche menschn umgebn, wie olle, ob. depresive ziechn a aufrichtige liebe u. ehrliche freundschoft in zweifl! sie fühlen sich plötzlich von olle verrotn u. empfinden freundschoft plötzlich als mitleid u. de zeit de man gib als erzwungen! den panzer aufzubrechn brauchts gedult u.nervn, oft brauchatn verwonte selber hilfe um nit aufzugebn!

giftzwerg
giftzwerg
Superredner
6 Tage 9 h

für mein teil ,denke da oft an drogen und alkohol.#

auch antidepressiva hat oft als nebenwirkung suizidgedanken,das steht sogar auf den beibackzettelund  . wenn vielleicht noch was dazugenommen wird Z.B. alkohol,  das wird dann schlimm.

ich denke , heutzutage muss man die gefühle ,wenn sie nicht positiv sind , unterdrücken. das haltet nicht jeder aus.
wenn du zu wenig leistes wirst du abgestempelt ,auch das ist ein problem.
nicht jeder macht es überall super

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
6 Tage 3 h

drogen, alkohol oder psychopharmaka senken die Hemmschwelle eines Suizidprobanden, sind aber in meinen Augen nicht der Auslöser

giftzwerg
giftzwerg
Superredner
5 Tage 22 h

@gauni2002 

lese mal schön die beibackzettel

Ladinerin
Ladinerin
Grünschnabel
5 Tage 16 h

@giftzwerg ‘Gefühle unterdrücken’……absoluter Blödsinn

Mann
Mann
Grünschnabel
6 Tage 2 h
war selbst jahrelang betroffen und mir geht es schon seit vielen Jahren gottseindank sehr gut. Ich bin mit diesem Thema immer offen umgegangen, aber ich habe festgestellt und stelle immer noch fest, man wird immer noch in eine Ecke gestellt, wenn man psychische Probleme hat. Ich bin den Leuten auch nicht böse, weil hier jahrelang Aufklärungsarbeit verschlafen wurde. Ich würde es sehr gut finden, bereits in den Schulen und dann auch zu Hause diese Themen anzusprechen, denn vor allem Angststörungen bei Jugendlichen haben die letzten Jahre rapide zugenommen. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf, weil gerade Jugendliche mit dieser Störung hauptsächlich… Weiterlesen »
Staenkerer
5 Tage 23 h

i gib dir recht! wer einsicht das er zu debresionen neigt u. darüber offn spricht hot a in mut früh genua zu an psychiater zu gien!
i glab des isch wie bei a sucht, erst wer selber einsicht das sein verholtn zur sucht gwortn isch, isch bereit von sich aus hilfe unzunehmen!
i wünsch dir a lebn ohne dunkle wolkn!

josef.t
josef.t
Grünschnabel
6 Tage 7 h

Depression; ist immer noch ein Tabuthema in unserer
Gesellschaft und sicher eine der Ursachen .
Bei physischen Problemen, spricht man leichter von
einer “Krankheit” .
Schon in der Grundschule könnte man den Kindern
erklären, dass ein seelisches Leiden eine Krankheit ist,
genau wie eine körperliche (physische) die schon im
Frühstadium behandelt werden soll.
Eine Störung des “Physikalischen Gebilde” (Gehirn)
kann heute psychologisch und medizinisch, sehr gut
behandelt oder geheilt werden .

 

xyz
xyz
Grünschnabel
6 Tage 7 h
Sicher stehen viele suizidgefährdeten Menschen unter einem großem inneren Druck. Dieser Druck muss aber gar nicht von außen kommen, sondern unter den setzten sich Menschen oft selbst-scheinbar grundlos. (oft jedoch gibt es auch Gründe). Ich denke Selbstmordgründe sind so verschieden wie der Mensch…allen gemein ist aber wohl die Aussichtslosigkeit.  Anstatt jungen Menschen alles zu schenken (Materielle Dinge, Schulnoten, usw. wäre es besser Kinder von klein auf den Umgang mit Misserfolg, Problemsituationen, usw. zu lehren…anstatt jedes Hinderniss aus dem Weg zu räumen. Wir schieben sie 8 Jahre lang durch das Schulsystem, ohne ihre Fähigkeiten oft wirklich zu erkennen, und dann stehen… Weiterlesen »
Viktor
Viktor
Grünschnabel
6 Tage 2 h

Ich glaube einen gewissen Prozentsatz an Selbstmorden in unserer Gesellchaft hat es immer schon gegeben und wird es auch in Zukunft immer geben.. Das ist ein Phänomen beim modernen Menschen, welches sich nicht vermeiden lässt. Das hat es vor tausenden Jahren gegeben, gleich wie heute..

Sued-tiroler
Sued-tiroler
Grünschnabel
5 Tage 23 h
Das große Problem bzw. Übel liegt nicht bei einen Menschen selbst der ein großes Tief oder Schicksal hinnehmen muß. Mutter Natur hat jeden Menschen so viel Kraft mitgegeben um auch enorme Probleme zu überstehen. Das ist zb. in der Natur (Tieren, Pflanzen sichtbar Wahrzunehmen. Das Problem sind 95 % ungerechte Menschliche Fremdeinflüsse : Beispiele:In der Vergangenheit Diktatoren wie Hitler- Mussolini – Mafia Organisationen –  und heute  die total  falsche Politik vieler Politiker (indirekte Mörder) ,Gesetzesvorlagen  in keinen Verhältnis,- verschiedene Verwalter -auch einige Gemeinden und auch folsche Freunde. Diese Fördern gezielt: Unterdrückung -Überhöhte Steuerlast – gezielte Ausbeutung –  und Fremdbestimmung – einseitige Bevorzugung – Zerstören – Treiben Menschen gezielt in die Abhängigkeit  oder Ruin… Weiterlesen »
Boerni
Boerni
Grünschnabel
5 Tage 23 h
ich möchte allen Komnentatoren ein grosses Lob aussprechen habe in diesem Forum noch nie eine so sachliche und ernsthafte Diskussion gelesen wie bei diesem sehr ernsthaften und leider auch allgegenwärtigem Thema leider ist nicht jeder dem Leistungsdruck unsrere GesellschFt gewachsen ….immer mehr , besser und…die Folge ist das man sich minderwertig fühlt wenn man bestimmte “ZIELE” nicht errreicht spreche aus Erfahrung und bin mittlerweile so selbstbewust um mein Leben so zu leben wie es mir angenehm ist !!! PS hatte auch das Glück in schwierigen Zeiten einen sehr sehr guten Freund zu haben😃 zum Schluss möchte ich an alle die… Weiterlesen »
Ninni
Ninni
Universalgelehrter
6 Tage 5 h

😓😓😓😢😢😢
wenns wirklich so war..

jedoch aufgehoben ist nicht verschoben..

sie werden es schon wissen 😍

Septimus
Septimus
Tratscher
5 Tage 20 h
Die Jugend hat es heut zu Tage nicht einfach…schneller,höher,weiter..Die heutige Gesellschaft/Jugend ist zum Konsumenten der eigenen Produkte degradiert,und zugleich überwältigt von den eigenen Erfindungen der Gesellschaft,ja und in ständiger Angst,dass einem diese Erfindungen über den Kopf wachsen. Die Medien prägen zum größten Teil die Weltanschauung,und die materiellen Dinge sind einfach überreizt, und die geistigen völlig verkrüppelt.Ja leider, wir “ertrinken” alle an Informationen,hungern aber zunehmend nach Wissen und Hoffnung Liebe,-nach dem Sinn des Lebens,und dadurch bleibt aber eine gewisse innere Leere zurück,weil die Kluft zwischen “High-Tech” und der sozialen Entwicklung immer größer wird…und wehe dem,der nicht eifrig mit läuft,im Hamsterrad dieses… Weiterlesen »
natan
natan
Tratscher
5 Tage 14 h

das problem ist die heutige gesellschaft mit ihren leistungsdruck und die einstellung man müsse immer die besten sein. In diesem denkschema haben schwächere keinen platz…ich kann den schwachen nicht mal helfen, denn sonst bin ich nicht mehr der beste. Das fängt schon in der schule an, beim sport geht es nicht um bewegung sondern um wer ist der beste und die ganzenvesellschaft baut auf den konzept, wer ist der beste, auf. Mit dieser einszellung treiben wir die schwächeren unter uns zu solchen verzweifelten aktionen.

Sag mal
Sag mal
Tratscher
5 Tage 13 h

ja ja …es wird viel geredet.Die Realität sieht anders aus .Diese Generation wächst anders auf ..und man glaubt die Lösung gefunden zu haben..narrenfreiheit….antautoritäre Erziehung…kuscheljustiz….aussgerechnet die Grünen…..das ist der falsche Weg …..sonst würd ES in den letzten Jahren..nicht immer schlechter geworden sein….

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