Von: luk
Bozen – In Bozen und landesweit klagen große Handelsketten über eine wachsende Zahl von Diebstählen in Supermärkten. Betroffen sind unter anderem Coop, Poli und Despar. Die Unternehmen sprechen von einem zunehmend organisierten Vorgehen.
Nach Angaben der Verantwortlichen werden vor allem hochpreisige, leicht weiterverkaufbare Waren gestohlen – darunter Parmesan, Speck, Olivenöl, Kaffee, Thunfisch, Energydrinks sowie Spirituosen wie Gin oder Campari. Frischwaren würden hingegen eher aus unmittelbarem Bedarf entwendet.
Mehrere Handelsvertreter gehen davon aus, dass es sich häufig um „Diebstähle auf Bestellung“ handelt. Die Ware werde gezielt für den Weiterverkauf an Privatpersonen oder Gastronomiebetriebe entwendet. Teilweise sei von organisierten Gruppen die Rede, die systematisch vorgehen und ihre Einsatzorte wechseln.
Die wirtschaftlichen Schäden sind laut einem Bericht der Zeitung Alto Adige erheblich: Laut Coop können Diebstähle in manchen Zeiträumen bis zu zwei Prozent des Umsatzes ausmachen. Bozen gilt als besonders betroffen, doch auch in anderen Teilen Südtirols nimmt das Problem zu.
Die Händler fordern verstärkte Maßnahmen gegen Hehlerei, da diese den Anreiz für die gezielten Diebstähle schaffe.




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