Särge mit Opfern in die Heimat abtransportiert

Tragödie von Luttach: Angehörige rund um die Uhr psychologisch betreut

Donnerstag, 09. Januar 2020 | 09:03 Uhr

Bruneck – Am Mittwoch wurden am Krankenhaus Bruneck fünf Särge mit den Leichnamen der Unfallopfer von Luttach in die Heimat abtransportiert. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die sterblichen Überreste freigegeben.

Wie das Tagblatt Dolomiten berichtet, wurden bei der Organisation der Abtransporte die Angehörigen der Unfallopfer von den Mitarbeitern der Botschaft und vom Krankenhaus Bruneck unterstützt. Alles sollte so reibungslos und rasch wie möglich erledigt werden.

Der Psychologische Dienst des Krankenhauses und die Notfallseelsorge seien den Angehörigen drei Tage lang zur Seite gestanden – von der Früh bis spät am Abend. „Pro Familie wurden zwei Notfallseelsorger bzw. Psychologen zugeteilt“, sagt der Direktor des Gesundheitsbezirks Bruneck, Walter Amhof. Solch schwierige Situationen werden sehr unterschiedlich verarbeitet – der Stress kann für die Angehörigen extrem werden bis hin zum Zusammenbruch. Nun steht im Krankenhaus Bruneck noch eine Nachbesprechung der Mitarbeiter an.

Mehr dazu lest ihr in der heutigen „Dolomiten“-Ausgabe!

Indes befand sich ein Verletzter im Krankenhaus Bozen nach wie vor in einem kritischen Zustand. Jener eines weiteren Patienten in Bruneck galt hingegen als stabil. Die übrigen Verletzten konnte laut Medienberichten die Krankenhäuser großteils bereits verlassen.

Am Mittwoch hatte die Haftprüfung gegen den 27-jährigen Autolenker stattgefunden. Der bei dem Unfall schwer alkoholisierte Südtiroler muss weiter in Haft bleiben. Die Anhörung des Mannes in der Bozner Haftanstalt musste mehrfach unterbrochen und schließlich vorzeitig beendet werden. Der Beschuldigte war in Tränen ausgebrochen. Da er aufgrund seiner psychischen Verfassung im Moment im Gefängnis besser aufgehoben sei, hatten seine Anwälte laut eigenen Angaben vor dem Landesgericht in Bozen auch keinen Antrag auf Hausarrest gestellt.

Von: luk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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45 Kommentare auf "Tragödie von Luttach: Angehörige rund um die Uhr psychologisch betreut"


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neidhassmissgunst
1 Monat 11 Tage

Nachdem wir ein gut organisiertes Netz an Shuttlediensten haben die in den Nachtstunden an den  Wochenenden verkehren hat sich ein neuer Problemberreich erröffnet. 
Wie ist die Sicherheit im Abschnitt “Ausgehlokal bis Shuttle” und im Abschnitt “Shuttle bis Unterkunft”? Da muss man jetzt Überlegungen machen. Auch nur einige Sekunden in der Gefahr ist genug. Und was ein großer Schwachpunkt ist: geht der Fußgänger rechts, so hat er das herrannahende Auto rücklings und nicht im Blickfeld.

ma che
ma che
Superredner
1 Monat 11 Tage

Falls du auf den Unfall mit den Toten anspielst: die Opfer waren auf einem beleuchteten Zebrastreifen, wenn man sich da als Fahrer an die vorgeschriebenen 50kmh hält und nüchtern ist, ist das überhaupt kein Problem

Jason_Voorhees
Jason_Voorhees
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Das Schlüsselwort heißt “Eigenverantwortung”.
Es kann nicht sein daß ein erwachsener bzw. mündiger Mensch jede Sekunde seines Lebens, in jedem Schritt den er macht und in jeder Handlung die er vollzieht durch Politik oder Institutionen “geschützt” wird um ihm die Verantwortung abzunehmen für den Fall daß etwas passiert. Das geht einfach nicht.

Innichnerin
Innichnerin
Neuling
1 Monat 11 Tage

Bushaltestellen auf der Straße mit dahinterliegendem Zebrastreifen sind tickende Zeitbomben, und gehören schnellstens Landesweit “saniert” !
Ich will gar nicht wissen wieviele solcher Fehlplanungen es gibt

elvira
elvira
Superredner
1 Monat 11 Tage

ma bitte, willsch schülerlotsen aufstelln?

efeu
efeu
Superredner
1 Monat 11 Tage

neidhassmissgunst
ich glaube sie ham Thema verfehlt

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 11 Tage

Du bist ein lustiges Kind…
Wie ist die Sicherheit im Abschnitt “Haustür bis Bettstatt”?
Und was unternehmen wir gegen “besoffen aus dem Bett fallen”?

Eine noch wichtigere Frage: Was tun gegen Neid, Hass, Missgunst?
Das sind wohl einige unserer größten Übel!

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 11 Tage

@ma che exakt.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 11 Tage

@Jason_Voorhees genau so seh ich das auch.

erika.o
erika.o
Superredner
1 Monat 11 Tage

@neidhassmissgunst
voraussgeschickt…
abgesehen von der schlimmen Tragödie die passiert ist !!!!
… wage ich zu behaupten, dass solang Flieger am Himmel fliegen auch jederzeit einer absturzen kann !
damit will ich sagen, dass JEDER das kleinbisschen Restrisiko doch selbst tragen sollte !
AUCH der Fussgänger der sich auf einen Zebrastreifen begibt ! egal ob bei Tag oder Nacht !
…wenn wir für jeden Schritt, der uns ausser Haus misslingt, Maßnahmen ergreifen müssen, wenn KEINER mehr sein Gehirn zu benützen braucht, dann frag ich mich wo wir in Zukunft landen wollen.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@Innichnerin
Sie haben als Autofahrer die verdammte Pflicht, sich in der Nähe von Zebrastreifen und Bushaltestellen vorsichtig zu verhalten und vorausschauend zu fahren, da immer damit zu rechnen ist, dass jemand hinter dem Bus hervorkommt.

Auch ist es absolut verboten, einen an der Haltestelle stehenden Bus zu überholen, grad weil dort Menschen gerade aussteigen und dieses Vergehen wird mit sofortigem Entzug der Führerscheins geahndet.

Ihre Meinung passt aber in die heutige Zeit, Schuld hat immer der andere.

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@ma che
ob sie auf dem Zebrastreifen waren muss erst noch genau ermittelt werden, bei Tempo 50 und nüchtern bin ich bei dir

Frank
Frank
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

@Innichnerin Die Zebrastreifen sind doch gerade dafür da, daß die Fahrgäste gefahrlos zur und von der Haltestelle kommen. Und es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, daß man an einem Bus in der Haltestelle mit Tempo 50 vorbeidonnern muß, das verbietet schon dee gesunde Menschenverstand.
Brsser wäre eine Regelung wie in Deutschland, sn nicht besonders gesicherten Haltestellen hat der Bus die Warnblinkanlage einzuschalten und dann farf in beide (!) Richtungen nur im Schritttempo am Bus vorbeigefahren werden.

erika.o
erika.o
Superredner
1 Monat 11 Tage

@Eppendorf
meiner Ansicht nach hat die Innichnerin vollkommen recht!
es gibt so einige Haltestellen wo man sich fragt wer da mit der Planung am Werk war !
Natürlich ist der
Autofahrer verpflichtet allergrößte Vorsicht walten zu lassen, aber auch ein Fussgänger muss sich im klaren sein was ER anrichten kann, wenn er glaubt der Zebrastreifen gehört MIR und sonst KEINEM !
also nochmals…
JEDER muss etwas Eigenverantwortung übernehmen, sonst funktioniert gar nichts !

Staenkerer
1 Monat 11 Tage
@Eppendorf i kenn de strecke nit und kenn de verhältnisse nit, ob man von den punkt des umfolls a fohrzeug , in dem foll scheinwerfer, kemmen sicht, a von a gewisser entfernung! es isch für an fußgänger nähmlich a ban “links, rechts, links, schaugn vorn übergien, a ba zebrastreifen, schun ba togesliecht nit ollm leicht einzuschätzn mit welche geschwindigkeit sich des fohrzeug nähert, und ob man es a unbeschodet schoffat über zu kemmen wenn der nit holtet! grod ba grode streckn! dazua kimmt des “blöde” gsetz das fußgänger an zebra ohne zu schaugn benutzn kennen weil der autofohrer holtn muaß!… Weiterlesen »
neidhassmissgunst
1 Monat 11 Tage
Ich meine man muss von Ort zu Ort entscheiden was besser ist. Luttach kenne ich nicht. Bei einem einfachen Ortszentrum ist es einfacher sich auf der Straße zu bewegen als bei einer Hauptdurchzugsstraße. Ich meine eben auch, wie beim Falle der beiden toten Frauen in den Marken, wenn das Auto rücklings daherkommt weicht man auch nicht im letzten Moment aus. Es ist eben nicht immer so dass jedes Auto “normal” daherkommt – am Wochenende – in der Nacht- im Dunkeln. Das hab ich doch selber oft gesehen. EIGENVERANTWORTUNG passt schon, aber manchmal muss man auch auf die Anderen achten.
neidhassmissgunst
1 Monat 11 Tage

Die Eigenverantwortung ist ok, ansonsten kann man nicht mehr vor die Haustür gehen.
Ich kann mit Eigenverantwortung am Rand der Straße gehen. Besser ist aber ein Gehweg hinter den Leitplanken- oder nicht?? Sozusagen gemacht durch die Verantwortung des Gemeinderates.

elferzwoelfer
1 Monat 11 Tage

@Innichnerin
Das Problem ist nicht das, sondern immer der Autofahrer der einen Bus an dieser Stelle vorbeifahren muß. In anderen Ländern gibt’s dafür saftige Strafen! Bei uns muß es da schon Tote geben

Italo
Italo
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@ma che Olle 17 Personen aufn Zenrastreifen

Italo
Italo
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@Staenkerer Voll deiner Meinung

EuroSuedtirola77
1 Monat 10 Tage

@Jason_Voorhees genau das ist der Punkt!!!

A1a
A1a
Neuling
1 Monat 10 Tage

@Eppendorf
stimmt genau! Aber als Fußgänger sollte man sich nicht immer auf die Autofahrer verlassen und sich denken, der Autofahrer muss aufpassen, nicht ich.

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 10 Tage

@neidhassmissgunst
“manchmal muss man auch auf die Anderen achten”
Wirklich? Nur manchmal?
Liegst voll im Trend mit deinem Nickname

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Hoffentlich wird auch die Familie des Täters psychologisch betreut. Auch diese sind sekundäre Opfer.

lollipop
lollipop
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage
Was in Luttach passiert ist, ist nur die Spitze des Eisbergs. Zu schnelles Fahren und betrunken mit dem Auto zu fahren steht in Südtirol (leider) an der Tagesordnung. Meistens geht es glimpflich aus aber eben nicht immer. Man sieht es an der Anzahl der Führerscheine, die von den Ordnungskräften abgenommen werden, besondern wenn mal wieder eine “Aktion scharf” läuft. Und was die Rowdys auf den Straßen betrifft (betrunken oder auch nüchtern) kann sich jeder selbst ein Bild machen. Für den  Fahrer im Ahrntal ging es dieses Mal eben nicht gut aus, ich möchte aber nicht wissen, wieviele vor ihm an… Weiterlesen »
eli 67
eli 67
Neuling
1 Monat 11 Tage

Das ist in Deutschland und Österreich nicht anders als in Südtirol.Dort gibt es auch genug Raser mit Alkohol im Blut. Das gibts nicht nur in Südtirol

brunecka
brunecka
Superredner
1 Monat 11 Tage

@ lollipop

Is zi schnelle fohrn und unter alkoholeinfluss isch net la in südtirol a problem,wos ischn weita untn in italien passiert!????Sebm hot a a betrunkener 2 unschuldige niedogfiehrt,la do oanzige untoschied isch das in die medien net dem verursacher so an den krogn gong sein wie es dem unfalllenker aus luttach!!!!!! Schamps enk ,journalisten und medienbeauftragte!!!!!

PapaTomba
PapaTomba
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

das ist sicher eine sehr schwere Aufgabe und Belastung für die Mitarbeiter des Krankenhauses und des psycholog. Dienstes.
Hut ab und Danke dafür

Frank
Frank
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

In vielerlei ist es schwer, den Betroffenen beistehen und auch für sich selbst versrbeiten, wie bei den Helfern vor Ort. Und wenn man noch bedenkt, faß da Vieles ehrenamtlich läuft, Respekt und Hut ab.

elvira
elvira
Superredner
1 Monat 11 Tage

kriagn die angehörigen fan unfalllenker und er selber a a notfallseelsorge? hoff schun

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 10 Tage

elvira.🙄🙄🙄🙄🙄ist doch längst klar ersichtlich.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@neidhassmissgunst
Falscher Ansatz, dass wir uns darüber Gedanken machen müssen, wie man die Wege vom und zum Shuttle sichern kann.

Der Ansatz muss sein, warum Sufffahrten bei uns ein Kavaliersdelikt sind und wie man diese verhindern kann.
Einsicht ist nicht zu erwarten, in 2 Monaten ist dieses Unglück vergessen, also wären strenge Kontrolle aller Zufahrten zu den Sufflokalen das effizienteste Vorgehen.
  
Wenn eines der Lokale dadurch pleite geht, wie manche befürchten, soll es zum Nutzen der Gesellschaft halt so sein, abfüllen von Autofahrer ist keine gute Geschäftsidee.   

oli.
oli.
Kinig
1 Monat 11 Tage

Richtig , sonst können wir gleich überall in Südtirol eine extra Spur für Raser und Betrunkene bauen.

Steinbock 1
Steinbock 1
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

@oli. das ist in Deutschland und Österreich nicht anders

ma che
ma che
Superredner
1 Monat 11 Tage

@Steinbock 1
Auch wenns in Deutschland oder Österreich nicht besser ist, ist es noch lange nicht ok. Wir wollen doch überall die Bestigsten sein. Hier wärs mal wirklich sinnvoll!!!

Avalon
Avalon
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Bei diesem Unfall war Alkohol im Spiel;es passieren auch Unfälle ,weil mit dem Handy hantiert wird oder durch drehen am Radio und sonstige Ablenkungen,das Ausmas des Unfalls kann die selbe sein.

Makke
Makke
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Af do rechten Seite isch bis vöu ca zwoa Monat a Bar giwesn . Its isch die Bar ougirissn und es isch a Baustelle fo an Wohnkomplex entston . Mit do Beleichtung va do Bar wa sicho mea Sicht giwesn . Die Baustelle isch dunkl . Und Speedbox tat a ouschreckn. Af jeden Foll fo ins Teldra isch des Unglück a riesn Schock und a Katastrophe sondergleichen.

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
1 Monat 11 Tage

um noch 1 di nocht isch normalerweise koane Bar mehr offen , dass di sell die strosse beleichtn tat.
ausser holt in die Täler drinnen ???

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Liegende Polizisten wären die erste Maßnahme, die zweite wäre endlich die Sufffahrten im Ahrntal zu reduzieren oder es ganz sein zu lassen.

einesie
einesie
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

@Eppendorf af a Hauptstrousse. 😅 du bisch witzig.

StreetBob
StreetBob
Tratscher
1 Monat 11 Tage

I denk, OLLE beteiligten sein schon gstroft genua, es Ausmoß einer solchen Tragödie konn man sich kaum vorstellen. Und es isch a gonz guat, das dieses Thema Alkohol und Fahren quer durch olle Medien geat. Obr i denk, es weart für koan fa olle Besser, wenn Stündlich drvon Berichtet weart und durch Journalisten es gonze Tol “belogeet” weart. Liebe Medien: Lossts die Toatn in ruhen und berichtets earsch am Ende der Verhondlung wia olls Ausgongen isch. In der Zwischenzeit nutzt enk und mocht’s Präventivorbeit, damit sich soeppes hoffentlich nia mear wiederholt.

rantanplan
rantanplan
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

meiner meinung nach ist zu schnelles fahren bzw die raserei noch das weitaus grössere problem als der alkohol (wobei ich das jetzt nicht gut heisse)

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
1 Monat 11 Tage

wenn oans schneller fohrt , isch er olm nou reaktionsschneller wia wenn jemand mit knopp 2 Promille unterwegs isch

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 10 Tage

ratanplan. Beides zusammen eine Waffe!

Steinbock 1
Steinbock 1
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

es gibt auf beiden Seiten eine Bushaltestelle und dann der richtigen Seite aussteigen

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