Von: Ivd
Mühlbach – Das Pustertal wird von einer Einbruchsserie heimgesucht, die den Feuerwehren langsam zu viel wird: In der Nacht auf Freitag brachen Unbekannte zum zweiten Mal in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Mühlbach oberhalb von Gais ein – diesmal trotz installierter Kameraüberwachung. Die Täter klauten lebensrettende Ausrüstung und waren innerhalb weniger Minuten wieder verschwunden.
Die vermummten Diebe gingen gezielt vor: Sie erbeuteten mehrere Akkus und drei Funkgeräte – genau jene Ausrüstung, die im Notfall entscheidend sein kann. „Wer Feuerwehr-Ausrüstung stiehlt, nimmt Hilfe, Sicherheit und Zeit – und gefährdet im Ernstfall Menschenleben“, warnt der Landesfeuerwehrverband in einem Instagram-Post. Die Bevölkerung wird aufgerufen, verdächtige Beobachtungen sofort über den Notruf zu melden.
Mehrere zehntausend Euro Schaden
Mühlbach ist kein Einzelfall: Bereits im November waren die Feuerwehrhallen in Stefansdorf, Mühlbach und Montal von Einbrechern heimgesucht worden. Auch in Reischach und Prags kam es zu ähnlichen Vorfällen. Die Täter hatten damals Rettungsgeräte im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen, darunter Kombi-Spreizer, Spezialwerkzeuge und Batterien, die bei Verkehrsunfällen eingesetzt werden.
Bürgermeister Alex Dariz von Gais reagiert mit scharfen Worten: „Es ist in keiner Weise hinnehmbar, dass Einrichtungen, die ausschließlich dem Schutz und der Sicherheit unserer Bevölkerung dienen, Ziel krimineller Handlungen werden.“ Er fordert ein koordiniertes Vorgehen auf Landesebene und schlägt vor, dass der Landesfeuerwehrverband mit Anbietern verhandelt, um Feuerwehrhallen landesweit mit modernen Alarmanlagen auszustatten. Durch Sammelbestellungen könnten Systeme zu vergünstigten Preisen angeboten werden.




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