Von: importer
Während die Zahl der Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo ständig steigt, ist in Uganda seit 42 Tagen kein neuer Fall erfasst worden. Das markiere das Ende des Ausbruchs in dem ostafrikanischen Land, nachdem zwei Inkubationszyklen ohne neue Infektionen durchlaufen seien, sagte eine Vertreterin des Regionalbüros Afrika der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Addis Abeba. Die WHO hatte den Ebola-Ausbruch im Kongo und in Uganda am 15. Mai bekanntgegeben.
In Uganda gab es insgesamt 20 bestätigte Fälle, die auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt wurden; zwei Patienten starben. Im Kongo war die hochansteckende Infektionskrankheit vermutlich schon seit Februar unerkannt aufgetreten. Erste Fälle waren nach WHO-Angaben fälschlich als Malaria eingestuft worden. Der aktuelle Ausbruch wird durch den Bundibugyo-Erreger verursacht, dessen Krankheitsbild weniger auffällig ist als beim häufigeren Zaire-Erreger des Ebola-Virus.
Testverfahren mit Impfstoff Ervebo gestartet
Im Kongo, wo die Zahl der bestätigten Fälle dagegen weiter ansteigt, hat nach CDC-Angaben nun ein erstes Testverfahren mit dem Impfstoff Ervebo in der Stadt Kisangani begonnen. Ein zweiter Test soll in der kommenden Woche starten. Kongo soll insgesamt 70.000 Impfdosen erhalten, bisher sind den Angaben zufolge gut 16.000 eingetroffen.
In der Demokratischen Republik Kongo tritt Ebola mittlerweile in sechs Provinzen des zentralafrikanischen Landes aus, der Schwerpunkt liegt in Ituri im Nordosten des Landes. Diese Provinz grenzt an Uganda. Aktuell gibt es nach Angaben des Instituts für öffentliche Gesundheit 5.713 bestätigte Fälle seit Bekanntgabe des Ausbruchs, 2.744 Menschen starben an der Fieberkrankheit. Derzeit sind 770 Patientinnen und Patienten in den Behandlungszentren oder in Isolation.
UNO ruft zu weiteren Finanzhilfen auf
UNO-Generalsekretär António Guterres hat die internationale Gemeinschaft zu weiteren Finanzhilfen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo aufgerufen. Ein insgesamt 2,1 Milliarden Dollar (1,80 Mrd. Euro) umfassender Hilfsplan sei nur knapp zur Hälfte finanziert, erklärte Guterres am Donnerstag. Ohne Bereitstellung der restlichen 1,1 Milliarden Dollar drohten “lebenswichtige Maßnahmen gerade dann auszulaufen, wenn sie ausgeweitet werden müssen”.
Die vorhandenen Mittel, von denen ein Großteil von den USA gezahlt wurden, reichen nach Angaben des UNO-Generalsekretärs nur noch für einige Wochen aus. Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten des zentralafrikanischen Landes, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist.




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