Von: APA/Reuters
Ein heftiger Wintersturm hat am Wochenende den Flugverkehr in weiten Teilen der USA lahmgelegt. Mehr als 4.000 Flüge wurden am Samstag gestrichen, für Sonntag waren es nach Angaben des Flugverfolgungsdienstes FlightAware bereits mehr als 9.400 Verbindungen. Große Fluggesellschaften warnten die Passagiere vor plötzlichen Flugplanänderungen. JetBlue strich bis Montag rund 1.000 Flüge, und auch United Airlines sagte vorsorglich zahlreiche Verbindungen ab.
Delta Air Lines teilte mit, sie verlege Experten aus ihren nördlichen Drehkreuzen in den Süden. Der Sturm führte außerdem zu massiven Stromausfällen. Bis zum späten Samstagabend waren mehr als 160.000 Haushalte ohne Strom, die meisten davon in Louisiana und Texas, wie die Webseite PowerOutage.com meldete.
Das US-Energieministerium erließ eine Notfallanordnung für den texanischen Netzbetreiber Ercot, um die Stromversorgung zu sichern. Der Energieversorger Dominion Energy warnte, es könne sich um eines der schwersten Wetterereignisse handeln, das den Betrieb des Unternehmens je beeinträchtigt habe. Der Nationale Wetterdienst warnte vor einem ungewöhnlich ausgedehnten Sturm mit “lähmenden bis lokal katastrophalen Auswirkungen”.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Sturm als “historisch” und genehmigte für zwölf US-Staaten den Katastrophenfall. Heimatschutzministerin Kristi Noem sagte, Zehntausende Menschen im Süden hätten keinen Strom mehr. Die Versorger arbeiteten daran, die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen. Sie rief die Amerikaner zur Vorsicht auf. “Es wird sehr, sehr kalt werden”, sagte Noem. “Wir rufen alle dazu auf, sich mit Treibstoff und Lebensmitteln einzudecken, und wir werden das gemeinsam durchstehen.”




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