22 Menschen wurden verletzt

Vier Tote bei Großbrand in Arbeiterwohnheim in Ungarn

Freitag, 13. Februar 2026 | 15:38 Uhr

Von: apa

Ein Großbrand in einem Arbeiterwohnheim im Ort Budakeszi nahe Budapest hat am Freitag ein viertes Todesopfer gefordert. Die Person erlag im Spital den schweren Verletzungen. Bei den drei weiteren Opfern handelt es sich um eine 52-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 47 und 66 Jahren, die unter den Trümmern des eingestürzten Dachs geborgen wurden. Über 20 Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Brand ereignete sich am frühen Freitagmorgen.

Das Feuer soll wahrscheinlich durch eine explodierte Gasflasche verursacht worden sein. Etwa 200 Quadratmeter des Gebäudes brannten ab. Erst durch einen Großeinsatz der Feuerwehr konnten die Flammen gelöscht werden. Dabei seien mehrere Gasflaschen aus dem Gebäude geborgen worden. Laut dem Landes-Rettungsdienst waren 18 Rettungswagen mit mehr als 40 Einsatzkräften ausgerückt, zitierte die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Verletzten seien in acht Budapester Spitäler eingeliefert worden.

Illegale Gasentnahme

Bei allen 47 Bewohnern des Gebäudes soll es sich um ungarische Staatsbürger handeln. Nach ersten Ermittlungen der Polizei gab es eine Explosion in einem der Zimmer unter dem Dach. Die Wände des Gebäudes seien mit lackierter Holzvertäfelung verkleidet gewesen, was die schnelle Ausbreitung des Feuers förderte, zitierte das Onlineportal “HVG.hu”.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde gemeinsam mit Fachleuten der zuständigen Gaswerke festgestellt, dass für das Haus illegal Gas entnommen worden war. Deshalb sei laut Polizei ein Strafverfahren wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit eingeleitet worden.

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