Wintersportler werden immer dreister

Zechpreller und Diebe

Mittwoch, 08. Januar 2020 | 11:03 Uhr

Bozen/Seis – Die Seiser Alm ist bei Wintersportlern beliebt und gerade in der Hochsaison rund um Weihnachten und Neujahr zieht das Skigebiet zahlreiche Urlauber an.

Manche von ihnen haben aber offenbar eine kriminelle Ader, wie die Tageszeitung Alto Adige heute berichtet. Die Gastwirte klagen, dass sie häufiger auf unbezahlten Rechnungen sitzenbleiben als früher. Ob Familie mit Kleinkindern oder Gruppen junger Leute: Immer öfter kommt es demnach vor, dass auf den Ski- und Almhütten die Gäste, ohne ihre Rechnung zu begleichen, mit den Ski davonfahren. Die Betreiber der „Sanon Hütte“ haben inzwischen reagiert. Hier müssen die hungrigen Gäste zum Zeitpunkt der Bestellung bezahlen.

Doch nicht nur Zechpreller stellen ein Problem im Schlerngebiet dar. Es wird auch gestohlen. So sind etwa Jacken mit dem Logo der jeweiligen Hütte beliebte Souveniers bei Urlaubern.

Auch die an Hütten abgestellten Ski der Wintersportler verschwinden immer öfter. Skifahrer, die dann nach dem Essen weiterfahren wollen, haben plötzlich keine Ski mehr – oder sie finden am Ablageort ein anderes Paar Ski wieder, das weniger hochwertig ist.

Dass das Publikum immer dreister wird, bemerken auch die Hoteliers in dem Gebiet: Damit Bademäntel und Handtücher nicht mehr in den Koffern von abreisenden Gästen davongetragen werden, verlangen manche Hotels bereits ein Pfand.

Von: luk

Bezirk: Salten/Schlern

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