Häuser nach Beben schwer beschädigt

Zwei Tote nach Erdbeben in Japan

Mittwoch, 29. Juli 2026 | 00:30 Uhr

Von: APA/Reuters

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat am Dienstag die südjapanische Präfektur Kumamoto erschüttert. Dabei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben – einer starb bei einer Explosion in einem Einkaufszentrum, der andere beim Einsturz eines Gebäudes. Außerdem fiel in der gesamten Region der Strom aus und es wurden Straßen beschädigt. Die Präfekturverwaltung teilte Mittwochfrüh mit, dass Rettungskräfte acht Menschen aus dem Einkaufszentrum “Aeon Mall Kumamoto” geborgen hätten.

Dort war es nach dem Beben zu einer Explosion gekommen. Von diesen acht Personen wurden zwei Frauen im Alter von rund 20 Jahren als tot bestätigt, während bei einer weiteren Person ein Herz-Lungen-Stillstand festgestellt wurde. Die fünf anderen wurden verletzt, doch laut Behördenangaben schwebten sie nicht in Lebensgefahr.

Feuerwehr- und Rettungskräfte, Polizei sowie Angehörige der Selbstverteidigungskräfte waren die ganze Nacht über im Einsatz. Sie konzentrierten ihre Suchmaßnahmen auf Bereiche des Gebäudes, aus denen Hilferufe zu hören waren.

Ausmaß der Schäden noch unklar

Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi erklärte am Dienstag gegenüber Reportern in Tokio, die Behörden seien noch dabei, das gesamte Ausmaß der Schäden in der Region zu erfassen. Diese war bereits vor einem Jahrzehnt von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden.

“Uns wurde bereits mitgeteilt, dass Menschen verletzt wurden. In einigen Gebieten kam es zu Stromausfällen und Bränden, außerdem gab es Schäden an Straßen und Brücken sowie eingestürzte Gebäude”, sagte Takaichi. Rund 300.000 Menschen wurden angewiesen, sich in Notunterkünfte zu begeben, während in der Region auf der südwestjapanischen Insel Kyushu weiterhin Nachbeben zu spüren waren.

Eine Seite des Einkaufszentrums, in dem sich rund 200 Geschäfte befinden, wurde durch die Explosion weggerissen, wodurch Stahlträger freigelegt und Trümmer über einen Parkplatz verstreut wurden, wie Aufnahmen zeigten. Ein Sprecher des Einkaufszentrumsbetreibers Aeon erklärte, Kunden und Mitarbeiter seien unmittelbar nach dem ersten Beben evakuiert worden. Die genaue Ursache der darauf folgenden Explosion sei unklar, hieß es. Die Behörden untersuchen eine mögliche Gasexplosion, berichtete der Sender NTV.

Bei einem schweren Erdbeben in Kumamoto vor zehn Jahren kamen nach offiziellen Angaben 275 Menschen ums Leben und weitere 2.739 wurden verletzt. Außerdem wurden Tausende von Gebäuden beschädigt, darunter die Mauern der Burg der Stadt, einer der wichtigsten Touristenattraktionen.

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