Gleichaltrige filmten Gewalttat – VIDEO

Blinde Wut: 15-Jährige sticht auf 14-jährige „Rivalin“ ein

Mittwoch, 27. März 2024 | 07:05 Uhr

Von: ka

Roè Volciano – Eine Bushaltestelle in Roè Volciano war am letzten Donnerstag Schauplatz eines unglaublichen Falls von Jugendgewalt. Im Laufe einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einer 15-Jährigen und einer 14-Jährigen, die sich um die „Gunst“ eines Minderjährigen stritten, zog die ältere von ihnen ein Schweizermesser und stach mit ihm mehrmals auf ihre junge „Rivalin“ ein.

Verstörend ist, dass etwa 20 Gleichaltrige die beiden dabei anfeuerten und filmten. Erst nach den brutalen Angriffen mit dem Messer wurden die beiden Mädchen getrennt. Während die 14-Jährige mit mehreren Stich- und Schnittverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, wurde die 15-Jährige wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. Ihre gleichaltrige Freundin, in deren Haus das Messer sichergestellt wurde, erhielt eine Anzeige wegen Beihilfe. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Jeder der Minderjährigen, der den Angriff lieber mit seinem Smartphone filmte, als einzugreifen, könnte wegen Beihilfe und unterlassener Hilfeleistung belangt werden.

Der verstörende Fall von Jugendgewalt geschah am frühen Nachmittag des 21. März bei einer Bushaltestelle im Weiler Tormini der Gemeinde Roè Volciano, wenige Kilometer westlich des Gardasees. Eine 15-Jährige und eine 14-Jährige, die, wie später herausgefunden wurde, sich um die „Gunst“ desselben Jungen stritten, gingen plötzlich mit Fußtritten und Faustschlägen aufeinander los. Dabei wurden sie von rund 20 Gleichaltrigen, die um die beiden sich prügelnden Mädchen einen Kreis gebildet hatten, angestachelt. Wie die Carabinieri später feststellen sollten, befand sich unter der „Meute“, die die beiden Mädchen anfeuerte, auch jener Junge, der der Grund für deren Streit war. Um den Kampf der beiden Minderjährigen zu filmen, nahmen einige der „Unbeteiligten“ ihre Smartphones in die Hand. Die Videos wurden später in mehreren sozialen Netzwerken gepostet.

Die gewaltsame Auseinandersetzung eskalierte, als die ältere der beiden plötzlich ein Schweizermesser hervorzog und mit ihm siebenmal auf ihre junge „Rivalin“ einstach. Obwohl die 15-Jährige auf die 14-Jährige mit einem Messer losging, griff zunächst weiterhin niemand ein. Erst nachdem die Ältere die Jüngere mindestens viermal mit dem Messer verletzt hatte, trennte einer der Jugendlichen die beiden Mädchen.

Die 14-Jährige, die an den beiden Armen und Beinen sowie an einer Seite Stich- und Schnittverletzungen erlitten hatte, wurde von den verständigten Rettungskräften erstversorgt und in das Krankenhaus von Brescia eingeliefert. Nicht zuletzt, da das Schweizer Taschenmesser zum Glück nur eine kurze Klinge hatte, stellten die behandelnden Mediziner keine lebensbedrohlichen Verletzungen fest. Das kommt auch der 15-jährigen Angreiferin zugute. Gegen sie wird „nur“ wegen schwerer Körperverletzung und nicht wegen versuchten Mordes ermittelt.

Ihre gleichaltrige Freundin, in deren Haus die ermittelnden Carabinieri von Salò die Tatwaffe sicherstellten, erhielt eine Anzeige wegen Beihilfe. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Es gilt vor allem noch zu klären, ob die 15-Jährige das Messer selbst zur „Verabredung“ mit ihrer „Rivalin“ mitgebracht hatte oder ob ihr das Messer vor oder während der gewalttätigen Auseinandersetzung zugesteckt worden war.

Auch die verstörende Tatsache, dass die umstehenden Jugendlichen die beiden Mädchen lieber anfeuerten und filmten, als sie voneinander zu trennen, muss zur Feststellung weiterer möglicher Verantwortlichkeiten noch überprüft werden. Jeder der Minderjährigen, der anstatt einzugreifen lieber zusah oder sogar sein Smartphone zückte, könnte wegen Beihilfe und unterlassener Hilfeleistung belangt werden. Die Auswertung der Videoaufnahmen, die die „Täter“ selbst gefilmt hatten, könnte in den nächsten Tagen zu weiteren Anzeigen führen.

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Nach dem Angriff steht die Gemeinde Roè Volciano und die Schulgemeinschaft der Oberschule, die sowohl das Opfer als auch die Täterin besuchen, unter Schock. Verstörend wirkt nicht nur die rohe Gewalt, die während der Auseinandersetzung zutage trat, sondern vor allem auch die Tatsache, dass eine johlende Meute von Gleichaltrigen anstatt dazwischenzugehen lieber zum Smartphone griff.

Kommentare
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Muggi
Muggi
Tratscher
2 Monate 15 h

Tja – Der Klimawandel ist offensichtlich nicht das einzige Problem mit dem die heutige Jugend zu kämpfen hat…

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 h

… Ein absolut unnötiger Kommentar auf Kosten all der Jugendlichen die gabz “normal” was lernen und arbeiten WERDEN. Nicht nur du arbeitest, nucht nur du hast gearbeitet, nucht nur du warst fleißig, also mach nicht Menschen runter due ihr Leben erst vor sich haben!

Willi I.
Willi I.
Tratscher
2 Monate 15 h

Wir leben in der modernsten Zeit des Planeten, noch nie gab es mehr Wissen als heute und die Technik war noch nie weiter entwickelt…
Aber es scheint als würde der ganze Fortschritt und zurückkatapultieren ins Neandertal!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
2 Monate 14 h

@Willi: Unser Gehirn hat sich im Unterschied zur Technik in den letzten 300000 Jahren kaum verändert!

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 h

@Selbstbewertung GRINS! Ich würde behaupten, manche nutzen es mehr als andere. Du nutzt es!

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
2 Monate 14 h

Mit der heintigen Jugend isch ols zi spot..  nicht alle wohlgemerkt, aber es driftet in die falsche Richtung… i fiarat do gonz epas ondos inn, obo leido wert insra Jugend von einigen superschlauen nur mit Samthandschuhen angegriffen… ihr werdet noch sehen wie weit ihr es bringt….

milchmann
milchmann
Superredner
2 Monate 9 h

@Homelander
Ist dann die heutige Jugend schuld oder jene, die sie so erzogen und zu dem gemacht haben?
Schau dir die Erwachsenen an, statt zu reden schauen sie ins Handy und den Kleinsten am Tisch im Restaurant wird auch das Handy in die Hand gedrückt.

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
2 Monate 8 h

milchmann@ klar, die Erziehung ist etwas vom wichtigsten… wenn wir als kinder früher was angestellt haben, dann hats 2 fröhliche zu den Ohren gegeben und hatten eine woche hausarest…

nixischfix
nixischfix
Superredner
2 Monate 15 h

Schrecklich, was geht in den Köpfen dieser jungen Leute vor?

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
2 Monate 9 h

Deftig ist die Wiederbegegnung nach 25 Jahren mit dem Prügelpartner.
Alles so passiert, aber wir sind heute nicht mehr so naiv und dumm…, emotional kann man es überstehen, ha, ha…

Oberjoggler
Oberjoggler
Tratscher
2 Monate 14 h

warum wundert mich das nicht? Es gibt genügend (online-)Spiele, wo dasselbe im virtuellen Raum vorgemacht wird. Tugenden sind verpönt, kommunikative Fähigkeiten auf das Niveau der Fäuste und Messer beschränkt. Schönen Zeiten gehen wir entgegen… N.B. das wird wohl eher “Zufall” sein und nichts zur Sache haben, daß die 15 – jährige keine norditalienische Abstammung hat (siehe Foto SN)??

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 h

Blödsinn! Seit ich denken kann bin ich Zocker! Macht Spaß!

sophie
sophie
Kinig
2 Monate 13 h

Jeder einzelne der dabei war und filmte, soll für die Veröffentlichung im Netz eine saftige Anzeige erhalten….

Lana77
Lana77
Universalgelehrter
2 Monate 15 h

In de hots schun olle komplett es Hirn verbrennt. De wos gfilmt hobn kearn tamisch gstroft, und de mitn Messer mol für a poor Johr ingsperrt !

sophie
sophie
Kinig
2 Monate 13 h

Die Zuschauer und Filmer gehören alle anzuzeigen wegen Beihilfe…..

Plusminus
Plusminus
Tratscher
2 Monate 13 h

Erwachsene machen es den Kindern vor, was sollen die Jungen da lernen. Die Erziehung von Kindern wird immer schlimmer, entweder sie werden vernachlässigt oder zu verhätschelt, beides nicht ideal, läuft dann was schief, sind die Anderen Schuld.

lumpi
lumpi
Tratscher
2 Monate 12 h

Was dazu beiträgt sind die Filmemacher die ” nur ” noch kriegerische und mit Gewalt zeigende Filme produzieren. Im Ferseher kann man umschalten wo man will, es wird immer nur Gewalt und sonstiger ” Krampf gezeigt. Schöne Sendungen gibt es überhaupt nicht mehr.

sophie
sophie
Kinig
2 Monate 13 h

Schrecklich, sind die von allen Sinnen verlassen…..

Nera
Nera
Tratscher
2 Monate 13 h

In Zeiten in denen Kriege Spezialoperationen sind und Opfer zu Kollateralschäden werden, scheint das normal zu werden.

Speedy Gonzales
Speedy Gonzales
Superredner
2 Monate 11 h

Strafmündigkeit auf 10 Jahre heruntersetzen so wie in der Schweiz.

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
2 Monate 15 h

Wie man an diesem Beispiel sieht, ist Gewalt zur Konfliktlösung kein Tabu, sondern wird von vielen sogar beklatscht…Gewaltprävention muss genau hier anfangen. Gewalt ist abscheulich, da darf es nur ganz wenige Ausnahmen geben, die sehr restriktiv zu handhaben sind, und wenn es dazu wirklich keine Alternativen gibt! Übrigens: das gilt auch für verbale Gewalt.

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