Von: luk
Galliera Veneta/Iran – Die Krise rund um die Straße von Hormus bringt auch europäische Unternehmen zunehmend unter Druck. Der italienische Süßwarenhersteller Lago Group meldet blockierte Lieferungen im Wert von rund einer Million Euro.
Mehrere Container mit Keksen, Waffeln und Löffelbiskuits stecken derzeit auf Schiffen fest, die die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge nicht passieren können. Weitere Lieferungen warten bereits auf den Versand. Das Unternehmen aus Galliera Veneta im Veneto erzielt rund fünf Prozent seines Umsatzes in der betroffenen Region.
Besonders problematisch seien die Transportbedingungen: Während ein Teil der Produkte ungekühlt haltbar ist, benötigen Waffeln eine konstante Kühlung. Aufgrund unsicherer Infrastruktur in der Krisenregion bleiben viele Schiffe auf See und halten ihre Kühlanlagen solange es geht in Betrieb, statt Häfen anzulaufen.
Neben Verzögerungen und steigenden Transportkosten drohen dadurch auch Qualitätsverluste und Vertragsprobleme mit Kunden. Lago prüft daher alternative Routen – etwa über den Hafen von Dschidda in Saudi Arabien –, die jedoch deutlich teurer sind.
Die Auswirkungen betreffen laut Unternehmen die gesamte Lieferkette, auch bei Rohstoffen und Verpackungsmaterialien.




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