Sommersaison nicht mehr weit weg

Diese Sorge treibt die Schutzhütten im Trentino um

Dienstag, 17. März 2026 | 08:00 Uhr

Von: luk

Trient – Noch sind es einige Monate bis zum offiziellen Start der Sommersaison in den Bergen, doch auf den Schutz- und Almhütten laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Für viele Betreiber im Trentino bleibt auch 2026 vor allem eine Frage entscheidend: genügend Personal zu finden.

Wie Roberta Silva, Präsidentin der Associazione Rifugi del Trentino und Hüttenwirtin der Rifugio Roda di Vael, erklärt, haben viele Hüttenwirte bereits zu Jahresbeginn mit der Suche nach Saisonkräften begonnen. Ziel ist es, bis zur Öffnung der Sommersaison am 20. Juni ausreichend Personal gefunden zu haben.

“Die Suche läuft inzwischen jedes Jahr sehr früh an”, sagt Silva. Große Schwierigkeiten seien heuer bislang zwar nicht gemeldet worden, doch die Personalsuche bleibe eine zentrale Herausforderung für die Betriebe in großer Höhe.

Besonders schwierig sei es, qualifiziertes Personal für die Küche zu finden. “Hier braucht es eine spezifische Ausbildung – Fleiß allein reicht nicht”, so Silva. Auch Studenten für Saisonjobs zu gewinnen sei nicht immer einfach, vor allem bei Hütten, die bereits früh im Sommer öffnen. Deshalb beginne die Suche meist in den umliegenden Regionen und werde später über weitere Kanäle, etwa soziale Netzwerke, ausgeweitet.

Neben dem Personal beschäftigt die Hüttenwirte noch ein weiteres Thema: die Wasserversorgung. Der bisher eher schneearme Winter könnte Auswirkungen auf die verfügbaren Wasserreserven haben. Wie sich die Situation entwickelt, werde sich jedoch erst im Laufe des Sommers zeigen.

Bei den Gästen rechnen die Hüttenbetriebe im Trentino weiterhin mit einer starken Nachfrage. Rund 60 Prozent der Übernachtungen entfallen inzwischen auf internationale Besucher. Während Gäste aus Deutschland und Österreich zuletzt etwas zurückgegangen seien, wachse vor allem die Zahl der Reisenden aus Nordamerika – insbesondere aus den USA und Kanada.

Internationale Krisen, etwa im Nahen Osten, bereiten den Hüttenwirten dagegen wenig Sorgen. Da die Besucher aus dieser Region traditionell nur einen kleinen Anteil ausmachen, könnten mögliche Reiseverschiebungen sogar mehr italienische Urlauber in die heimischen Berge bringen.

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