Höchstens 1.500 zahlende Besucher erhalten Zutritt – VIDEO

Drastische Maßnahme: “Spiaggia della Pelosa” nicht mehr frei zugänglich

Mittwoch, 19. Februar 2020 | 07:07 Uhr

Stintino – Angesichts des massenhaften Besucherandrangs und der immer gefährlicher werdenden Erosion sah sich die Gemeinde von Stintino gezwungen, für einen der berühmtesten und schönsten Strände Sardiniens, die „Spiaggia della Pelosa“, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Für die Sommersaison erhalten nur mehr höchstens 1.500 Besucher, von denen jeder 3,5 Euro Eintritt zahlen muss, Zutritt zum Strand. Die Gemeindeoberen erhoffen sich von der Zutrittsbeschränkung eine Entlastung des Strandes und von den Eintrittsgeldern einen Beitrag zu seinem Schutz.

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Gleich wie der Pragser Wildsee und das Ranui-Kirchlein in Villnöss gehört auch die berühmte „Spiaggia della Pelosa“ zu den meistfotografierten Motiven im Netz. Aber gleich wie die zwei Südtiroler Schönheiten hat „La Pelosa“, die aufgrund ihres schneeweißen Sandes und kristallklaren Wassers, dessen Blau manchmal mit dem des Himmels zu verschmelzen scheint, zu den schönsten Badestränden der Welt zählt, jedes Jahr mit einem immer größeren Besucherandrang zu kämpfen. An Spitzentagen suchten manchmal mehr als 5.000 Strandurlauber die „Spiaggia della Pelosa“ auf. An solchen Tagen schien der Strand, seinen Badeurlaubern längst nicht mehr gewachsen zu sein.

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Angesichts der immer größeren, natürlichen Erosion, der in den letzten Jahren bereits mehrere Meter Strand zum Opfer gefallen waren, zog die Gemeinde Stintino die Notbremse. Da in einem gewissen Maß auch die Strandbesucher zur Erosion beitragen, beschlossen die Gemeindeoberen, für die am 1. Juni beginnende und bis zum 30. September dauernde Sommersaison die tägliche Anzahl der Strandbesucher auf maximal 1.500 Personen zu beschränken und gleichzeitig ein Eintrittsgeld von 3,5 Euro zu erheben, wobei nur Kinder unter zwölf Jahren gebührenbefreit sind.

Zweck der drastischen Maßnahme, die aus einem der berühmtesten und schönsten Strände Sardiniens einen „Strand für wenige Auserlesene“ macht, ist es, den Sandstrand vor weiterer Erosion zu schützen und nicht zuletzt Geldmittel für die Erhaltung des Strandes in die Hand zu bekommen.

„Bitte nennt es nicht Eintrittsgeld, weil es sich um eine von den Nutzern des Strandes bezahlte Gebühr handeln wird, mit der zur Wartung und Erhaltung des Strandes beigetragen wird. Was die erlaubte Höchstanzahl anbelangt, so handelt es sich bei dieser laut einer Reihe von in den vergangenen Jahren getätigten Untersuchungen um eine Anzahl von Besuchern, die der Strand noch verträgt. Dies erlaubt uns, eine Überfüllung zu vermeiden“, so der Bürgermeister von Stintino, Antonio Diana, in einer Stellungnahme.

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Der Bürgermeister fügte hinzu, dass jeder zahlende Besucher ein farbiges Armband erhalten und dass eigenes Personal die Einhaltung aller Regeln kontrollieren werde.

Zudem bleiben alle bereits im Jahr 2018 eingeführten Regeln wie das Gebot, eine Strandmatte anstelle des Strandtuchs zu benutzen und sich vor dem Verlassen des Strandes die Füße zu waschen, sowie alle Verbote wie das Rauchverbot, das Zugangsverbot für alle Tiere bis 20.00 Uhr sowie das Verbot, Seifen und Shampoos zu benutzen, aufrecht.

Die drastische Maßnahme der Gemeinde von Stintino stieß in der italienischen Öffentlichkeit auf viel Verständnis. Die meisten Italiener sind der Meinung, dass einige bei Touristen beliebte „Hotspots“ mehr Besucher haben, als dass sie vertragen können, und dass solch eine Lösung vielleicht die einzige praktikable Möglichkeit ist, dem Besucheransturm Herr zu werden. Könnten eine Zutrittsbeschränkung kombiniert mit einer Eintrittskarte auch für Prags oder Villnöss eine Lösung darstellen?

Facebook/Spiaggia “la Pelosa” – Stintino

 

Von: ka

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