Von: Ivd
Trient – Am Dienstag wird in Trient erstmals der Regionale Tag der Sprachminderheiten begangen. Die Veranstaltung findet im Tagungssaal der Autonome Region Trentino-Südtirol statt und geht auf eine Initiative des Regionalassessors für Sprachminderheiten, Luca Guglielmi, zurück.
Ziel des neuen Gedenk- und Aktionstages ist es, das sprachliche und kulturelle Erbe der ladinischen, fersentalerischen und zimbrischen Gemeinschaften sichtbarer zu machen. Zugleich soll der Austausch zwischen Institutionen, kulturellen Einrichtungen und den betroffenen Gebieten gestärkt werden. Geplant ist auch eine gemeinsame Diskussion über Zukunftsperspektiven der anerkannten Sprachminderheiten.
Der Vormittag beginnt um 9.00 Uhr mit institutionellen Grußworten. Um 9.30 Uhr folgt ein Gespräch zwischen dem zuständigen Regionalassessor und dem Präsidenten der Vereinigung „Art. 6“. Um 10.00 Uhr ist eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Ladiner, Fersentaler und Zimbern: Wohin geht der Weg?“ vorgesehen. Daran nehmen Fachleute sowie Vertreter der jeweiligen Kulturinstitute teil.
Um 11.30 Uhr steht eine weitere Gesprächsrunde unter dem Motto „Verwurzelt und beflügelt“ auf dem Programm. Dabei berichten international erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus Minderheitengebieten über ihre Erfahrungen. Thematisiert wird, wie regionale Identität, Tradition und internationale Offenheit miteinander vereinbar sind.
Nach Angaben des Veranstalters soll der Regionale Tag der Sprachminderheiten künftig jährlich stattfinden und damit dauerhaft im Veranstaltungskalender der Region verankert werden.
Bereits am Montag wird im Eingangsbereich des Amtsgebäudes der Region eine Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden Kunstwerke sowie traditionelle Trachten aus den ladinischen, fersentalerischen und zimbrischen Gebieten.




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