Von: luk
Trient – Die Finanzpolizei in Trient hat einen mutmaßlichen Betrugsfall in Höhe von 200.000 Euro aufgedeckt. Auf Anordnung des Ermittlungsrichters wurden Vermögenswerte in gleicher Höhe von den Beschuldigten beschlagnahmt.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Anzeige einer rund 80-jährigen, körperlich beeinträchtigten Frau aus dem Trentino. Die alleinstehende Seniorin war laut Finanzpolizei gezielt als Opfer ausgewählt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen bauten die beiden Verdächtigen zunächst ein Vertrauensverhältnis zur Frau auf. In der Folge überzeugten sie die Seniorin, in ein angeblich vielversprechendes digitales Projekt zu investieren. Konkret ging es um den Erwerb von Gesellschaftsanteilen mit Aussicht auf hohe Renditen.
Im Zentrum der Täuschung stand eine angeblich kurz vor dem Markteintritt stehende Smartphone-Anwendung mit dem Namen „LINO Shopping App“, die Nutzern Einsparungen beim Einkauf sowie Prämien und Cashback bieten sollte. Tatsächlich wurde die App jedoch nie veröffentlicht.
Besonders gravierend: Für Anteile mit einem geschätzten Wert von rund 2.000 Euro überwies die Frau insgesamt 200.000 Euro. Laut Ermittlern mehr als das Hundertfache des tatsächlichen Werts.
Die Finanzpolizei konnte mithilfe von Bankanalysen und Zeugenaussagen die Geldflüsse rekonstruieren. Demnach wurden die erlangten Summen anschließend in wirtschaftliche Aktivitäten der Beschuldigten reinvestiert.
Gegen die beiden Verdächtigen wird wegen schweren Betrugs und Geldwäsche ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.




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