Von: luk
Belluno – Seit Monaten wartet “Snake” vergeblich auf sein Futter. Der Königspython lebt seit 15 Jahren in einem Terrarium bei einer Familie in Tai di Cadore in der Provinz Belluno. Doch nun droht dem Tier der Hungertod – weil seine Familie keine lebenden Mäuse mehr bekommt.
Besitzer Emiliano Zambelli Gat erzählt, dass er die Schlange vor rund 15 Jahren auf der Messe in Longarone gekauft hat. “Alles wurde ordnungsgemäß registriert und nach den gesetzlichen Vorgaben gemacht”, sagt er. Seitdem lebt der Python in einem speziell eingerichteten Terrarium im Haus der Familie.
Das Problem ist die Ernährung. Königspythons fressen nur in größeren Abständen – doch sie sind wählerisch. Snake wurde von klein auf mit lebenden weißen Mäusen gefüttert, die eigens als Futtertiere gezüchtet werden. “Früher bekamen wir sie problemlos in Zoogeschäften in Belluno oder Sedico”, so Zambelli Gat.
Inzwischen hätten jedoch mehrere Geschäfte den Verkauf lebender Futtertiere eingestellt. Hintergrund sind strengere Vorschriften zum Tierschutz. Stattdessen bieten Händler gefrorene Nagetiere an – doch die lehnt Snake konsequent ab. Sein letztes Futter bekam der Python vor rund vier Monaten, was für die Art bereits an die Grenze geht.
“Wir haben alles versucht, sogar andere Futterarten. Aber Snake frisst nicht”, sagt der Besitzer. Auch ein Tierarzt habe bestätigt, dass ein Tier nach so vielen Jahren kaum mehr auf eine andere Kost umgestellt werden kann. Eine Zwangsfütterung wäre nur kurzfristig möglich.
Besonders belastend ist die Situation für den neunjährigen Sohn der Familie, der sehr an der Schlange hängt. “Er versteht nicht, warum wir keine Mäuse mehr finden”, erzählt der Vater. Deshalb richtet die Familie nun einen öffentlichen Appell an mögliche Züchter oder Anbieter von lebenden Futtertieren.
Denn eines ist klar: Wenn Snake nicht bald frisst, könnte es für den Python zu spät sein.




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