Verzweifelter 15-Jähriger beweint seinen toten Jack Russell Terrier

Hund vom siebten Stock geworfen und Polizisten angegriffen

Montag, 23. April 2018 | 08:06 Uhr

Rom – Die Ewige Stadt war letzte Woche Schauplatz eines ganz besonders verwerflichen Falles von Tierquälerei. Ein Mann warf den Hund seines 15-jährigen Sohns aus einem Fenster des siebten Stockes. Anschließend griff er die Polizeibeamten, die den 15-Jährigen trösteten, an.

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Es war der Mittwochnachmittag letzter Woche, als die Nachbarn aus einer Wohnung im siebten Stock eines Hochhauses wildes Geschrei vernahmen. In der Wohnung war es zwischen einem Mann und seiner Lebensgefährtin zu einem lautstarken Streit gekommen. Inmitten der Auseinandersetzung nahm der Mann trotz der verzweifelten Bitten des 15-Jährigen dessen Hund, ein Jack Russell Terrier-Weibchen, an sich, hielt ihn im siebten Stock aus dem Fenster und ließ ihn vor den entsetzen Augen seines Sohns auf die Straße fallen.

Der 15-jährige Junge lief im verzweifelten Versuch, seinen Hund zu retten, sofort hinunter auf die Straße. Für das Jack Russell Terrier-Weibchen kam aber jede Hilfe zu spät. Die Hündin erlag noch am Unglücksort ihren schweren Verletzungen, die sie sich bei ihrem 21 Meter tiefen Sturz zugezogen hatte. Als die von den Nachbarn verständigten Polizisten am Tatort eintrafen, wurden sie Zeugen einer herzerweichenden Szene. Im Park unter dem Haus fanden sie den weinenden 15-Jährigen vor, wie er seinen toten Jack Russell Terrier in den Armen hielt.

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Pubblicato da "NonSoloAnimali" su venerdì 20 aprile 2018

Kurze Zeit später stieg auch sein Vater, der 44-jährige S.P. in den Park hinunter. Von den Polizeibeamten auf seine abscheuliche Tat angesprochen, hatte der Vater nur die Worte „Tutte ‘ste pagliacciate…è solo un cane“(All dieses Affentheater…es ist nur ein Hund, Anmerkung der Redaktion) parat. Als die Polizisten das Motiv des Tiermords erkunden wollten, wurde der 44-Jährige wütend und begann die Beamten zu beschimpfen und ihnen gegenüber handgreiflich zu werden. Um ihn bewegungsunfähig zu machen und festnehmen zu können, waren die Polizisten am Ende gezwungen, zum Pfefferspray zu greifen. Der Vater wurde ins Kommissariat gebracht und wegen Tierquälerei und Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt.

Sein Sohn und seine Lebensgefährtin hingegen wurden den ganzen Mittwochnachmittag von den Beamten angehört. Laut ersten Nachforschungen soll der 44-Jährige seit mehreren Monaten unter Drogenproblemen gelitten haben.

Die Sorge gilt nun dem zweiten Jack Russell Terrier-Hund, der in der Familie lebt.

Von: ka