Von: luk
Mailand – Der italienische Immobilienmarkt zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 in guter Verfassung. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des Forschungsinstituts Nomisma hervor, der in Mailand vorgestellt wurde.
Demnach setzt sich der Aufwärtstrend aus dem Vorjahr fort: Die Zahl der Immobilienkäufe steigt weiter, während sich der Mietmarkt auf hohem Niveau stabilisiert – zuletzt jedoch mit leicht abgeschwächter Dynamik.
Mehr Käufe, steigende Nachfrage
Bereits 2025 legten die Wohnimmobilien-Transaktionen landesweit um 6,4 Prozent zu. Auch in den ersten Monaten 2026 zeigt sich der Markt robust: Die Nachfrage wächst, Angebote werden schneller verkauft und die Preisdifferenz zwischen Angebot und Abschluss verringert sich.
Ein wesentlicher Treiber bleibt die Finanzierung über Kredite. Der Anteil der Immobilienkäufe mit Hypothek ist zuletzt deutlich gestiegen und lag 2025 bei knapp 46 Prozent. Trotz leicht höherer Zinsen bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum hoch.
Preise steigen moderat
Die Immobilienpreise entwickeln sich weiter positiv, allerdings mit geringerer Dynamik als in den vergangenen Jahren. In mittelgroßen Städten stiegen die Preise für Wohnungen in gutem Zustand um rund 2,7 Prozent, für sehr gut erhaltene Objekte um etwa 2,3 Prozent.
Auffällig ist, dass vor allem günstigere Immobilien stärker nachgefragt werden. Im Schnitt dauert es derzeit rund fünf Monate, bis eine Immobilie verkauft wird.
Mietmarkt bleibt angespannt
Auch der Mietmarkt bleibt dynamisch: 2025 wurden über eine Million Mietverträge abgeschlossen, ein Plus von 1,4 Prozent. Die Mieten stiegen im Schnitt um 3,4 Prozent.
Grund dafür ist vor allem die anhaltend hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot. Mietobjekte werden im Schnitt innerhalb von rund anderthalb Monaten vergeben.
Ausblick: Wachstum setzt sich fort
Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Experten eine weitere, wenn auch abgeschwächte Expansion. Prognosen gehen von rund 780.000 Immobilienverkäufen aus, was einem Plus von etwa 1,8 Prozent entspricht.
Trotz steigender Finanzierungskosten bleibt der Kauf einer Immobilie für viele attraktiver als das Mieten – ein Trend, der den Markt auch in den kommenden Jahren stützen dürfte.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen