Von: apa
Die italienische Justiz prüft einen Antrag der deutschen Behörden auf Auslieferung eines 52-jährigen Unternehmers aus Österreich, der am Montag in der norditalienischen Stadt Asti festgenommen worden war. Gegen ihn lag ein europäischer Haftbefehl wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung in Höhe von rund 63 Millionen Euro vor. Nach Angaben der Behörden wollte der Mann nach Dubai fliehen.
Der Geschäftsführer eines Unternehmens, das auf den Verkauf von Motoröl spezialisiert war, gilt für die bayerische Justiz als einer der größten Steuerhinterzieher Europas. Laut Münchner Polizei soll er Mehrwertsteuer in Millionenhöhe nicht abgeführt haben. Über seine Herkunft in Österreich wollten die Ermittler in Asti auf APA-Anfrage keine Auskunft geben.
Österreicher wollte nach Dubai reisen
Die italienischen Ermittler hielten den Mann in seinem Mercedes an, mit dem er gemeinsam mit seiner russischstämmigen Partnerin unterwegs gewesen war. Hinweise deutscher Behörden hatten die Fahnder auf seine Spur in der norditalienischen Stadt gebracht. Mithilfe von Überwachungskameras rekonstruierten die Beamten seine Bewegungen und nahmen ihn unweit von Asti fest.
Nach Erkenntnissen von Interpol plante das Paar noch am selben Abend die Weiterreise nach Dubai. Der Österreicher sitzt in Turin in Haft und wartet nun auf die Auslieferung.




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