Von: apa
Der chaotische Umbruch beim viermaligen Fußball-Weltmeister Italien geht in die nächste Runde. Der frühere Nationalspieler Giorgio Chiellini hat am Dienstag Spekulationen über einen Wechsel zum italienischen Fußballverband als Technischer Direktor zurückgewiesen. “Ich möchte klarstellen, dass ich mit meiner Rolle bei Juventus glücklich bin”, sagte der frühere Nationalspieler. Als Kandidaten für den Teamchef-Posten gelten nun wieder Roberto Mancini und Antonio Conte.
Italienische Medien hatten Chiellini als aussichtsreichen Kandidaten für den Posten des Technischen Direktors der Nationalmannschaft gehandelt. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet als Manager bei seinem früheren Verein Juventus Turin. Die Entscheidung über den neuen Teamchef wird laut Medien innerhalb der kommenden zwei bis drei Tage erwartet. Mancini und Conte waren jeweils bereits als Italiens Nationaltrainer tätig.
Verbandschef im Kreuzfeuer der Kritik
Der Verbandsvorstand will sich auf seiner Sitzung am Dienstag mit der Personalie befassen. Das Bemühen um Starcoach Pep Guardiola war ebenso ins Leere gelaufen wie jenes um Carlo Ancelotti (Brasilien). Die Alternative Andrea Pirlo wurde wegen der Zusammenarbeit des früheren WM-Siegers mit einem russischen Wettanbieter verworfen.
Infolge des Scheiterns des Engagements von Pirlo traten die erst vor gut zwei Wochen verpflichteten Sportdirektoren Paolo Maldini und Leonardo zurück. Der ebenfalls erst seit gut einem Monat amtierende Verbandspräsident Giovanni Malago ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. “Italien muss neu gegründet werden”, kommentierte die Gazzetta dello Sport das Geschehen.
Begleitet wird die Trainersuche von einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sportminister Andrea Abodi und Malago. Abodi bescheinigte dem Verbandschef, dieser gebe eine “unschöne Figur” ab. Malago konterte, nicht jeder könne über Fehler anderer urteilen.




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