Kampagne wurde nach wenigen Tagen gestoppt

Italienische Fruchtbarkeitskampagne wird zum Desaster

Samstag, 17. September 2016 | 11:58 Uhr

Rom – Was in Dänemark so gut funktioniert hat, wird in Italien auch erfolgreich sein, hatte sich wohl die italienische Regierung gedacht. Gemeint ist die erfolgreiche Kampagne im letzten Jahr, damit mehr Kinder auf die Welt kommen. Diesen Sommer wurden in Dänemark 1200 Babys mehr geboren als im Jahr zuvor.

Doch die italienische Version ging so ziemlich nach hinten los! Slogans wie “Schönheit ist zeitlos, Fruchtbarkeit nicht,” oder “Lasst eure Spermien nicht in Rauch aufgehen” löste großes Entsetzen aus. Die Reaktionen waren so heftig, dass das Gesundheitsministerium die Twitter-Kampagne wieder nach wenigen Tagen stoppen musste.

twitter/fertilityday
twitter/fertilityday

Eine Twitter-Userin brachte es in einem Kommentar auf dem Punkt: “Ja schon, aber wenn man mit 30 knapp 1.000 Euro pro Monat verdient, dann ist das vielleicht der Grund, warum man keine Kinder hat, oder?”

Von: sr

Kommentare

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10 Kommentare auf "Italienische Fruchtbarkeitskampagne wird zum Desaster"


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Obelix
Grünschnabel
13 Tage 10 h

DerTwitter- Userin kann man nur zustimmen. Junge Menschen sind heute oft gezwungen bis 30-40 Jahre zuhause bei den Eltern zu leben weil sie so wenig verdienen. Nicht selten haben sie keine fixe Anstellung, sondern nur Zeitvertràge. Sie kriegen also auch keine Kredite bei der Bank. Von wegen Familie und Kinder. Aber typisch Politiker. Total realitàtsfremd.

Staenkerer
Superredner
12 Tage 7 h

de familienplanung übernehmen schun de einwonderer … sie planen mir zohln ..

wellen
Grünschnabel
13 Tage 13 h

Weltbevölkerung 7 Milliarden. Ruinieren den Planeten.Besser Verhütungskampagnen in den Ländern des Südens.Unsere Familien besser stellen, dann wirds schon werden..Die Familienpolitik in Italien ist zum Schämen, verglichen mit Österreich. Nördliche Länder ganz zu schweigen.

HuiBuh
Neuling
13 Tage 13 h

Wie wäre es dann mal mit einer ordentlichen Familienpolitik a la “nordische Länder”, über den Tellerrand der Staatsgrenzen schaun und ein funktionierendes System übernehmen?!

Grisu
Grünschnabel
13 Tage 9 h

Unsere Politiker sind von der Realität der Menschen so weit entfernt, wie die Erde vom Universum.

hoffnung
Grünschnabel
13 Tage 10 h

Was für ein Schmarrn. Für solche Kampagnen verpulvert der italienische Staat Steuergelder?? Kein Wunder, daß in Italien ständig ein Rekordhaushaltsdefizit herrscht. Die Eu sollte die Vorgaben ja nicht lockern. Es gibt Zeiten da gibt es mehr Kinder und es gibt Zeiten da gibt es weniger Kinder. Das ist etwas ganz natürliches. Da braucht es doch keine Kampagne.

Schnueffler
Neuling
13 Tage 4 h

Das fängt schon bei uns in Südtitol an, wenn jungen Müttern im öffentlichen Diest (ohne fixer stelle) der Arbeitsvertrag einfach nicht verlängert wird…

wuestenblume
Tratscher
13 Tage 13 h

na ja..nicht jede kampagne kommt gut an!

marsmaennchen
Grünschnabel
12 Tage 16 h
Die Twitter-Userin hat zum Teil schon Recht. Bei Gehältern, bei dem man selbst kaum über die Runden kommt, ist es schwierig, Kinder großzuziehen. Allerdings muss man auch einen Blick auf die Bevölkerungsentwicklung werfen: Nicht die Ärmeren bleiben kinderlos, sondern hauptsächlich die Mittel- und Oberschicht. Das Gebäralter der Mütter steigt immer höher, viele kümmern sich zuerst um Ausbildung, Studium und Beruf. Ein weiterer Grund, warum so wenig Kinder geboren werden, ist die hohe Lebenserwartung und das hohe Durchschnittsalter der italienischen Bevölkerung. Bei den unteren Schichten und speziell bei den Ausländern liegt die Geburtenrate bereits heute leicht über dem europäischen Durchschnitt. Die Frage wird… Weiterlesen »
Staatsfeind
Neuling
11 Tage 12 h

Der Arterhaltungstrieb ist bei einigen Tierer stärker als der Eigenerhaltungstrieb ausgebildet. Stärkere Triebe gibt es nicht. Den Arterhaltungstrieb bei degenerierten Artgenossen wieder zu beleben erreicht man nicht durch eine Werbekampagne.

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