Von: luk
Zillertal – Tragödie in den Zillertaler Alpen: Der 41-jähriger Wintersportler Federico Giubilato aus Bassano del Grappa (Provinz Vicenza) ist am Samstag bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.
Das Unglück ereignete sich am späten Nachmittag gegen 17.30 Uhr am Hohen Marchkopf im Skigebiet Hochfügen im Zillertal. Zwei italienische Freerider im Alter von 41 und 36 Jahren waren vom Gipfel in einen steilen Nordwesthang eingefahren, als sich rund 100 Meter unterhalb plötzlich ein etwa 250 Meter breites Schneebrett löste. Die Lawine riss beide Männer mit.
Während der 36-Jährige nur teilweise verschüttet wurde und sich selbst befreien konnte, wurde sein Begleiter vollständig von den Schneemassen erfasst. Der jüngere Mann setzte sofort einen Notruf ab und begann mit der Suche mittels Lawinensuchgerät.
Wenig später trafen zwei Rettungshubschrauber mit Bergrettern ein. Der Verschüttete konnte nach rund 30 Minuten in einer Tiefe von mehr als eineinhalb Metern geortet und ausgegraben werden. Trotz umgehender Reanimationsversuche verstarb der Italiener noch an der Unglücksstelle.
Der 36-Jährige erlitt laut Tiroler Polizei eine Handverletzung und wurde im Krankenhaus Schwaz ambulant behandelt.
Als mögliche Ursache gilt die angespannte Lawinensituation infolge starker Winde in den vergangenen Tagen, die zu gefährlichen Triebschneeansammlungen in steilen Hängen geführt haben dürften. Die beiden Italiener waren abseits präparierter Pisten unterwegs.




Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen