Ausschluss wegen Helms

Italienischer Minister von ukrainischen Skeleton-Piloten “tief berührt”

Samstag, 14. Februar 2026 | 12:15 Uhr

Von: mk

Mailand – Die Olympischen Winterspiele laufen nun seit einer Woche und es hat nicht an Polemiken gemangelt. Trotzdem hat Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida bei einem Besuch der „Casa Italia“ die organisatorische Leitung des sportlichen Großereignisses gewürdigt – und er äußerte sich auch zum Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch vom olympischen Skeleton-Rennen.

Abgesehen von punktueller Kontroversen falle das Medienecho über die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 überwiegend positiv aus, erklärte der Minister: „Italien beweist seine Fähigkeit, ein Weltevent außergewöhnlich gut zu organisieren.“ Angesichts der starken sportlichen Leistungen sieht er das italienische Team zudem auf Kurs zu einem neuen Medaillenrekord, wie die Nachrichtenagentur Ansa schreibt.

Begleitet wurde der Minister von seinem slowenischen Amtskollegen Richard Takáč. Dem gemeinsamen Besuch des Eishockeyspiels Italien-Slowakei war am Abend zuvor ein bilaterales Arbeitstreffen im Landwirtschaftsministerium zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik vorausgegangen.

Lollobrigida hat auch den Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch kommentiert: „Das hat mich sehr bewegt. Die Opfer der russischen Aggression führen uns vor Augen, wie sehr die Vaterlandsliebe der Ukrainer der wahre Grund für ihren Widerstand gegen diese schreckliche Invasion ist.“

Zu den Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wolle er sich inhaltlich nicht äußern, erklärte der Minister weiter. „Der allgemeine Grundsatz lautet, dass politische Botschaften, die über den Sport hinausgehen, keinen Platz bei den Wettkämpfen während der Olympischen Spiele haben sollen. Vor diesem Hintergrund verstehe ich die getroffene Entscheidung“, so der Minister.

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