Von: mk
Vodo di Cadore – Der Fall um den elfjährigen Jungen, der in Vodo di Cadore im Belluno nicht in den Bus einsteigen durfte, weil er kein Olympia-Ticket im Wert von zehn Euro bei sich hatte, hat italienweit hohe Wellen geschlagen. Nun reagiert die Stiftung Mailand-Cortina 2026.
Wie berichtet, hatte der elfjährige Schüler „nur” ein Standardticket, aber kein Olympia-Ticket bei sich. Deshalb weigerte sich der Busfahrer der Linie 30 Calalzo–Cortina, ihn einsteigen zu lassen.
Da der Junge kein Handy dabei hatte, war er gezwungen, die sechs Kilometer nach Hause in der Kälte und teilweise unter Schneefall zu Fuß zurückzulegen. Als er nach eineinhalb Stunden zu Hause ankam, wies er erste Anzeichen einer Unterkühlung auf. „Er kam weinend und mit blauen Lippen nach Hause“, berichtete seine Mutter.
Die Eltern erstatteten Anzeige wegen Kindesaussetzung, sogar die Grünen im Parlament in Rom haben eine Anfrage eingereicht. Um den Sachverhalt zu klären, setzte das betroffene Transportunternehmen Dolomiti Bus eine interne Untersuchungskommission ein.
Doch der Vorfall, der zuletzt für Schlagzeilen und Empörung gesorgt hat, scheint nun eine glückliche Wendung zu nehmen: Die Stiftung Mailand-Cortina 2026 reagierte prompt und bot dem Jungen den Platz im Rampenlicht bei der feierlichen Eröffnungszeremonie an
Für das Kind gibt es damit ein märchenhaftes Trostpflaster: Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, wird der Junge eine offizielle Rolle bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina übernehmen – eine Geste, welche die Familie laut Bericht mit großer Begeisterung annahm.




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